Herrinnen der macht schlagzeilen bdsm

herrinnen der macht schlagzeilen bdsm

Der Charon Verlag auf Facebook. Auf der nächsten Seite finden Sie: Lager Artikel - sofort Lieferbar. Rezension aus Schlagzeilen Auf jeder Party trifft man so viele einsame Männer auf der vergeblichen Suche nach einer dominanten Frau. Vergebliche Suche rüttelt am Selbstwertgefühl, und das ist keine geile Demütigung, sondern eine reale.

Dominante Frauen wiederum beklagen den Mangel an guten Sklaven. Sollte denn nicht jeder Topf einen Deckel finden? In 30 mit Informationen vollgestopften und trotzdem gut zu lesenden Kapiteln zeigt sie die häufigsten Stolpersteine auf dem Weg in die erfüllte Sklaverei auf, und leitet den geneigten Leser mit viel Humor dazu an, die passende Herrin zu finden.

Ihre Thesen sind teilweise überraschend und eignen sich dem geneigten Leser neue Wege in eine devote Lebensweise aufzeigen. Sie hilft beim Formulieren der eigenen Kontaktanzeige oder dem Beantworten der Kontaktanzeige einer dominanten Frau ebenso wie beim ersten Blind Date mit einer potenziellen Herrin oder dem Bewältigen der alltäglichen Probleme einer gelebten SM-Beziehung.

Auch für den Leser selbst gibt es ein paar Übungen. Das Buch ist prall gefüllt mit praktischen Rat-Schlägen für das Verhalten beim ersten Treffen auf neutralem Boden, beim ersten gemeinsamen Partybesuch oder der ersten Session. So viel kann man falsch machen und vieles ist so leicht, wenn man n erst einmal denkt und dann handelt. Doch das eigentliche Augenmerk der Autorin liegt auf dem Devot-Sein an sich und auf der realistischen Einschätzung des Lesers von sich selbst und seiner potentiellen Herrin.

Der Sklave in spe muss sich für die erfolgreiche Suche darüber im Klaren sein, wie weit die eigene Devotheit geht oder ob er eher das Spiel mit dem Widerstand liebt. Ein Bild, das Lilith behutsam aber bestimmt gerade rückt. Auch durch zu viele Wünsche des Sklaven, durch Hunger und sexuelle Gier kann das frische Pflänzchen Spiel- Beziehung zugrunde gehen, noch ehe es richtig gewachsen ist. Es geht in diesem Buch um den männlichen Sklaven, um den devoten Mann. Die weibliche Sklavin kann mit diesem Buch natürlich genauso viel anfangen und für sich herauslesen.

Auch wenn Sklavinnen zum Teil andere Fehler machen als Sklaven, ist beiden doch vieles gemeinsam. Geli und Michel Von derselben Autorin neu: Schürzchen und Häubchen machen dann aus einem eher hölzernen ungeschickten Mannsbild ein sorgfältiges, umsichtiges Dienstmädchen.

Für sie scheint ihre vorübergehende Weiblichkeit also an die submissive Rolle geknüpft zu sein und macht sie vielleicht erst richtig möglich. Eindeutig weibliche Kleidungsstücke wie High Heels, kurze Röcke und enge Korsagen schränken die Bewegungsfähigkeit auf ganz bezaubernde Weise ein. Sie betonen die Hilflosigkeit und das Gefühl, verfügbar zu sein.

Er wirkte sehr glücklich und ausgeglichen. Auf Domians Frage, was ihm denn zuviel werden würde, antwortete er, dass er die Beziehung sofort beenden würde, wenn seine Frau zur Peitsche oder zum Stock greifen würde. Schon kleine Accessoires reichen aus. Was für ein schönes Spiel! Ein weiterer und ganz anderer Aspekt ist die demütigende erzwungene Verweiblichung.

Hierbei liegt der Schwerpunkt eben darauf, den Mann, der vielleicht eine ganz und gar unweibliche Figur hat, durch entsprechende Kleidungsstücke nicht etwa schöner, sondern einfach lächerlich zu machen. Ihn auf dem nächsten Autobahnparkplatz als williges Fickstück anzubieten oder zumindest damit zu drohen, macht seinen Auftritt als gefügige, schmutzige Schlampe perfekt — und ist sicher ein Extrem, das in der Phantasie oft besser schmeckt als in der Realität, buchstäblich!

Mir ist kein Beispiel bekannt, wo eine submissive Frau oder ihr Top aus der Tatsache, dass sie in einen Blaumann gesteckt und zum Reifenwechsel gezwungen wurde, irgendeine Art von Befriedigung gezogen hätte. Drag Queens verwandeln sich dabei in beeindruckende Dominas, Schönheiten voller strahlender Schrecklichkeit.

In der heterosexuellen Szene weniger häufig aber immer öfter anzutreffen ist der transgeschlechtliche Ausflug für dominante Frauen. Ein schicker Strap-on und viel Leder am Körper, ein etwas breitbeiniger Gang — und schon ist es fertig, das beeindruckende, autoritäre, willensstarke und selbstverständlich hochpotente Mannweib, das den kleinen Kerl an ihrer Seite mal so richtig durchnimmt.

Das Spiel mit der Transgeschlechtlichkeit nimmt in der schwulen weniger, aber in der lesbischen Leder-Szene einen wesentlich breiteren Raum ein. Ein gedanklicher Ausflug, der sich selbst für gestandene Heten sicher lohnen kann!

Die einschlägigen Anzeigenrubriken sind zwar voll von Gesuchen dominanter Männer nach der Zweitsklavin, manchmal haben auch die Sklavinnen die schöne Aufgabe, nach der dienenden Gefährtin zu suchen, es ist dabei aber relativ klar, dass die Lust auf die zweite Frau ebenso von ihr ausgeht wie von ihm.

Es ist für sie Belohnung und Freude. Natürlich verbirgt sich auch dahinter eine heimliche, in stillen Stunden eingestandene Sehnsucht, homophobe Gefühle zu überwinden, in der Flüchtigkeit eines erotischen Aktes unterzutauchen, ohne dass ein schlechtes Gewissen die Psyche belastet. Und es ist ja so schön erniedrigend, dem submissiven Kollegen einen blasen zu müssen, damit die Herrin sich die Finger nicht an ihm schmutzig machen muss!

Dominante Frauen scheinen öfter eine gewisse Neigung auch zu weiblichen Subs zu haben, als männliche Tops. Während miteinander spielende Frauen recht häufig zu sehen sind. Wir sprechen hier von der heterosexuellen SM-Szene, die in Deutschland bedauerlicherweise wenige Berührungspunkte zur schwulen Lederszene hat. Simone Maresch ApolloniasWelt yahoo. Letter from — öh — Hannover Mai , in Hannover: Das Ergebnis und die Erlebnisse waren überwältigend: Mitmachen beim ökumenischen Kirchentag in Berlin — das wäre doch was.

Die Ablehnung kam auch prompt, pauschal und uninformiert: SM ist Gewalt und hat daher bei der Kirche nichts zu suchen. So weit, so schlecht und von einigen wohl auch so erwartet. Stephan konnte das nicht auf uns sitzen lassen und formulierte eine Entgegnung, stellte sie auf die Mailing-Liste und damit zur Diskussion.

Wenigstens die blöden Vorurteile wollten wir nicht im Raum stehen lassen, vielleicht sogar ein Gespräch mit einem der Verantwortlichen von Auge zu Auge führen. Nach einigen Änderungen war der Brief fertig. Die Antwort blieb lange aus — doch dann plötzlich ein Signal — und was für eines!

Jetzt wurde es ernst. Ziel war, uns behutsam bekannt zu machen für SMer im Raum der Kirche, Zweifelnden bei ihrer inneren Orientierung Hilfestellung zu geben und interessierte Nicht-SMer sachlich zu informieren.

Vermeiden wollten wir alles, was nach Provokation, Skandal und Selbstrechtfertigung aussehen könnte. So reisten wir dann — alle mit mehr oder weniger ausgeprägtem Herzklopfen — in Hannover an. Einige waren bereit, sich am Stand oder sogar evtl. Seelsorge an Einzelnen — ja, Repräsentation der Gruppe am Stand — nein. So bauten wir unter den etwas argwöhnischen und fragenden Blicken unserer Standnachbarn auf — farbenfroh in Schwarz und Rot, mit einem als Kreuz gestalteten Ensemble aus Peische, Gerte und Bondageseil und informativen Texttafeln.

Alles wie geplant erkennbar genug, aber ohne jegliche sexuelle oder moralische Provokation. Schon die ersten Stunden nach der Öffnung übertrafen alle Erwartungen. Anfragen, Nachfragen, zögerliche Outings und immer wieder die Bitte um ein ausführlicheres Gespräch folgten fast ohne Unterbrechung aufeinander.

Und so ging es über alle drei Tage. Das Ergebnis in Zusammenfassung: Das sind 12 pro Stunde! Eins der spektakulärsten Feedbacks kam fast ganz am Ende der Veranstaltung. Ein Mensch der Zentralen Messeleitung kam bei uns vorbei, um sich unseren Stand einmal mit eigenen Augen anzusehen. Denn nach uns seien bei den Info-Punkten auf dem Messegelände mit Abstand die allermeisten Anfragen eingegangen.

Das konnte er uns nicht versprechen — stellte uns jedoch die Statistik des Kirchentags in Aussicht. Ach ja, die Presse: Nachdem Stephan schon im Vorfeld einem Reporter der Hannoverschen Neuen Presse Rede und Antwort gestanden hatte und die prompt einen immerhin 4-spaltigen Artikel über uns gebracht hatten, konnten die anderen dahinter nicht zurückstehen: Ein anderes Ergebnis war die Wirkung nach innen.

Das allgemeine Wohlwollen, die akzeptierende und offene Stimmung auf dem Kirchentag haben alle, auch die nicht unmittelbar am Stand Beteiligten, nicht nur getragen, sondern wohl auch beflügelt und ermutigt zu weiteren Schritten in die Öffentlichkeit — wenigstens beim Nächsten Kirchentag oder auch schon beim Katholikentag in Saarbrücken Ich hatte bestenfalls auf relatives Desinteresse und ein paar gute Gespräche getippt — und die Teilnahme an sich wäre ja auch schon von erheblichem Wert gewesen.

So wollten viele einfach wissen, was denn wirklich bei SM passiert, jenseits von Talkshow und Tabubruch, ob es wirklich weh tut, ob das nicht doch Gewalt ist und zerstörerisch werden kann — und immer wieder, wie wir das mit unserem christlichen Glauben vereinbaren. Zum Glück hatten wir uns schon in der Vorbereitung verständigt, solche Fragen sehr ernst zu nehmen, ehrlich zu antworten und weder zu missionieren noch uns zu Rechtfertigungen verleiten zu lassen.

Das schönste Kompliment war vielleicht der Satz aus einer Mail: Vielleicht lag ja darin überhaupt das Geheimnis dieser drei Tage. Neu ist das stark gewachsene Angebot an Fetischkleidung und Schuhen.

Durch den Zusammenschluss mit dem Fetishuniverse Mailorder besteht auch die Möglichkeit, kurzfristig auf ein riesiges Lagersortiment zuzugreifen und Lieferzeiten für nicht lagernde Artikel drastisch zu minimieren. Und im Gegenteil zum Onlinehandel kann alles anprobiert und geprüft werden — und wir sind für die Kunden auch noch nach Jahren für Reparaturen oder Zubehörartikel da. Kunden aus der ganzen Welt ordern aus der wohl schwer zu übertreffenden Auswahl von Reizstromgeräten und Zubehör.

Diese Premium-Produkte können je nach Hersteller an den eigenen PC angeschlossen werden, um eigene Impulsverläufe zu programmieren, oder über Fernbedienungen bzw. Das ganze Seminarprogramm ist auf der No Respect Webseite www. Nachdem sich die Firmengründer Sabine und Hannes letztes Jahr anderen Projekten gewidmet haben und nur noch die Lederwerkstätten und die Seminare für No Respect machen, hat sich das neue Team Verena, Björn und Lea neben der Sortimentserweiterung auch andere neue Ziele gesetzt: In den umgebauten Räumen ist es jetzt auch wieder möglich an eine alte Tradition im No Respect anzuknüpfen: Über den genauen Starttermin des Webportals kann man sich über die No Respect Mailingliste informieren lassen.

Auch wenn der Schwerpunkt weiterhin beim direkten Gespräch mit dem Kunden im Laden liegen soll, kann man dann auch mal bequem zu Hause stöbern und den nächsten Besuch bei No Respect planen. Ich entdecke in mir die Eigenschaft des Tabubrechers. Dadurch fühlen sich dann einige bedroht, was zur Ausgrenzung von Tabubrechern führt. Wenn ich Tabus anspreche, dann allerdings nicht aus Bösartigkeit, sondern weil ich finde, dass manches Tabu den mündigen, aufgeklärten Umgang mit der tabuisierten Sache behindert.

Ich will bei andern Horizonte erweitern, so wie die Akzeptanz meiner Sexualität meinen Horizont erweiterte. Zuerst versuchte ich das mit Sexualität, indem ich mich in meinem Umfeld freizügig zu meiner SM-Neigung bekannte: Ich hatte mein Coming-out — ziemlich umfassend sogar, unter anderem beim kirchlichen Arbeitgeber. Aber es wurde mir auf die Schulter geklopft, u. Also versuch ich es mal andersherum, mal sehen, ob es mir diesmal gelingt — Maso bin ich ja.

Ich bekenne mich hiermit lautstark dazu, Partys zu meiden. Obwohl die doch dazugehören in der SM-Szene. Und ich behalte mir vor, wenn ich das Bedürfnis nach intensiverer Beteiligung danach habe, diesem nachzugehen.

Insgesamt habe ich hier mein Coming-out als einer, der auf sich hören will. Und gleichzeitig will ich Öffentlichkeitsarbeit für die gesellschaftliche Akzeptanz von SM zu betreiben.

Mir scheint, als wäre die Partyfraktion der Öffentlichkeit gegenüber eher abgeneigt. Was soll die auch mitbekommen, was andere so treiben; Subkultur als Schutzraum — ist gerechtfertigt, finde ich dann doch.

Wenn gemeinsam oder in Gruppen, bzw. Auch in Ordnung, finde ich, für diejenigen, denen es gefällt, warum nicht. Sachlich falsch ist jedenfalls die Gleichsetzung des Bedürfnisses nach SM mit dem Bedürfnis, SM-Swingerpartys zu besuchen; genauso falsch wäre es ja auch, vanilla-sexuell veranlagte Menschen mit Vanilla-Swingerpartybesuchern gleichzusetzen.

Ich habe den Eindruck, wir sollten trennen. Was wäre, wenn SM nicht mehr oder nicht weniger salonfähig wäre als die angeblich so normale Sexualität? Subkulturen brechen ja in der Regel in sich zusammen, wenn es keinen Bedarf mehr für diesen Schutzraum gibt. Accessoires bleiben als Modeerscheinung übrig und vielleicht Aber das Ganze bricht noch kein Tabu. Jetzt wurde ich aber neulich mit der Aussage konfrontiert, mein Wunsch, SM gesellschaftsfähig zu machen, wäre mit Vernunft nicht ganz nachzuvollziehen.

Und um endlich meinen Tabubruch zu begehen, will ich mal meine Gedanken spielen lassen und mir das Allerheiligste betrachten: Wäre es nicht denkbar, dass viele Leute in der Szene diese Ansicht teilen, weil für sie SMer zu sein und auf Partys zu gehen einfach das Gleiche ist?

In diesem Fall — alles nur Vermutungen — wäre es allerdings plausibel, dass sie sich unauffällig nur selbst überwinden, um ihre Lüste auszuleben kann ja trotzdem toll sein , ihre Selbstzweifel ausblenden, aber mit ihnen eben auch alle Skrupel — denn Skrupel sind es ja, die sie an sich selbst, an ihrer Sexualität zweifeln lassen.

Dadurch verlieren sie das Gefühl für die eigene Intimität und das Schamgefühl, sodass sie sich schlichtweg nur in der Subkultur zu ihrer Neigung bekennen können. SM wird so aber wohl kaum ins Leben integriert, sondern ins Doppelleben geschoben, von dem niemand was wissen darf. Statt sich auf die Gesellschaft zu zu bewegen, bewegen die Leute sich von der Gesellschaft weg: Verinselung nennen das die Soziologen, glaube ich.

Jeder darf machen, was er will, solange er seinen Nachbarn nicht damit stört sodass dieser sich damit auseinandersetzen muss. Niemand muss es wissen, aber Begegnung nimmt ab.

Mit Leuten, die sich im tiefsten Innern eben doch als abartig, vielleicht krank, nicht gesellschaftsfähig, mit diskriminierten, inakzeptablen Neigungen behaftet empfinden, lässt sich allerdings schwer gesellschaftliche Akzeptanz anstreben. Denn mit so etwas traut man sich nicht heraus, gestaltet dann seine Homepages besonders grell, provokativ und bunt, weil die, die den Weg zu anderen SMern — in die Szene — suchen, finden und dazugehören sollen, sind ja am besten die, die sich auch irgendwie abartig finden Alle andern würden nur dumme?

Klar, dass man sich so eher von der Gesellschaft wegbewegt und sich selbst ausgrenzt. Dabei fordere ich nicht gesellschaftliche Anpassung um jeden Preis. Gerade als Christ geht es mir darum, dass jeder zu einem Lebensstil findet, der ihm und seinen Bedürfnissen entspricht. Nur fürchte ich, dass mancher sich blenden lässt und den einzig möglichen Freiraum in der Subkultur findet. In der kollektiven Opferrolle die anderen verstehen uns SMer ja nicht kann er sich einerseits entfalten, verliert aber das Gespür dafür, wonach er sich wirklich sehnt, was er eigentlich will.

Der Gesprächskreis SundMehr ist für mich so ein Projekt, mit dem ich versuche, andere an meinen positiven Erfahrungen mit SM im gesellschaftlichen Kontext teilhaben zu lassen: Möglichst oft lade ich einen Vanilla ein, der was zu sagen hat und das Vorurteil, dass SM inakzeptabel ist, allein durch seine Anwesenheit widerlegt. Sich so raus zutrauen und aufklärende Öffentlichkeitsarbeit machen, begeistert mich: Akzeptanz erlebe ich ja eben täglich von Kollegen, Nachbarn, Kirche etc.

Im Kleinen ist es mir also gelungen — irgendwas scheine ich also richtig zu machen Ich bin also wieder nicht durch diesen Tabubruch ausgegrenzt worden? Umso besser, denn irgendwie käme mir das auch wieder ziemlich wenig einvernehmlich vor, würde daher auch meiner sexuell-masochistischen Neigung widersprechen.

Dann also zur Belohnung der Nachsatz: Ich will nicht alle Leute, die mal oder oft auf Partys gehen, der insgeheimen Verklemmtheit bezichtigen.

Mir geht es um die Hinterfragung derjenigen, die für Partys sehr offen, gegenüber Öffentlichkeitsarbeit aber sehr skeptisch sind und als angstvolle Bremser in Erscheinung treten. Auf dem diesjährigen Wave-Gotik-Treffen in Leipzig hatten wir beide die Möglichkeit, bei den vielen Platten-Labels vorbeizuschauen, um die Schlagzeilen vorzustellen und neue Kontakte zu knüpfen.

Was ihr auch sicher schon bemerkt habt in meinen Rezensionen; diese Stile habe ich sträflich vernachlässigt. Aber wie soll ich eine CD besprechen, die ich nicht gerne hören mag, sich beim Hören auch keine Phantasien entwickeln und zu der ich nur unter Zwang!!

Andererseits wird zu meinen hier besprochenen CDs manch einer ein Gähnen nicht unterdrücken können mit dem Kommentar: Es gibt Mittelalter-Feten in Kellern und auf Burgruinen, es suchen Inquisitoren per Anzeige oder bei uns am Telefon nach folterwilligen Hexen, und die Idee, mit einer Gruppe von Freunden zu einem netten Mittelalter-Event zu fahren und dort ein bisschen authentischer, d. SM-iger aufzutreten, findet viel Anklang. Genau für alle diese Gelegenheiten gibt es jetzt hier etwas auf die Ohren.

Schon früher hatte ich euch die ersten Miroque-Sampler ausgewählt.

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In 30 mit Informationen vollgestopften und trotzdem gut zu lesenden Kapiteln zeigt sie die häufigsten Stolpersteine auf dem Weg in die erfüllte Sklaverei auf, und leitet den geneigten Leser mit viel Humor dazu an, die passende Herrin zu finden.

Ihre Thesen sind teilweise überraschend und eignen sich dem geneigten Leser neue Wege in eine devote Lebensweise aufzeigen. Sie hilft beim Formulieren der eigenen Kontaktanzeige oder dem Beantworten der Kontaktanzeige einer dominanten Frau ebenso wie beim ersten Blind Date mit einer potenziellen Herrin oder dem Bewältigen der alltäglichen Probleme einer gelebten SM-Beziehung. Auch für den Leser selbst gibt es ein paar Übungen. Das Buch ist prall gefüllt mit praktischen Rat-Schlägen für das Verhalten beim ersten Treffen auf neutralem Boden, beim ersten gemeinsamen Partybesuch oder der ersten Session.

So viel kann man falsch machen und vieles ist so leicht, wenn man n erst einmal denkt und dann handelt. Doch das eigentliche Augenmerk der Autorin liegt auf dem Devot-Sein an sich und auf der realistischen Einschätzung des Lesers von sich selbst und seiner potentiellen Herrin. Der Sklave in spe muss sich für die erfolgreiche Suche darüber im Klaren sein, wie weit die eigene Devotheit geht oder ob er eher das Spiel mit dem Widerstand liebt.

Ein Bild, das Lilith behutsam aber bestimmt gerade rückt. Auch durch zu viele Wünsche des Sklaven, durch Hunger und sexuelle Gier kann das frische Pflänzchen Spiel- Beziehung zugrunde gehen, noch ehe es richtig gewachsen ist. Es geht in diesem Buch um den männlichen Sklaven, um den devoten Mann. Die weibliche Sklavin kann mit diesem Buch natürlich genauso viel anfangen und für sich herauslesen.

Auch wenn Sklavinnen zum Teil andere Fehler machen als Sklaven, ist beiden doch vieles gemeinsam. Geli und Michel Von derselben Autorin neu: Hier fusionieren guter Schreibstil, Erfahrung, Kompetenz und kritisch analysierender Blick auf die Beziehungskonstellation Herrin — Sklave.

Über die Unterstützung bei der Entwicklung eines Sub-Selbstverständnisses, der durch den Einblick in die Sichtweisen des dominierenden Teils gestützt wird, hinaus, leistet der Text mentale Aufbauarbeit für den Sub. Das ist deshalb von unschätzbarem Wert, da die Frustration ob der Misserfolge bei der Suche nach einer Herrin beim Sub nicht selten in Aufgabe und damit in Verdrängung bzw. Unterdrückung sexueller Bedürfnisse endet. Lilith of Dandelion kommt nicht mit der Rute und trotzdem schlägt sie treffsicher zu.

Ihre Argumentation ist schlüssig und regt dazu an sich selbstkritisch mit seinem Wunsch zu Dienen auseinander zu setzen. Dieses Anliegen steht im Mittelpunkt des Buches.

Denn das Hingehen alleine reicht nicht. Ihn auf dem nächsten Autobahnparkplatz als williges Fickstück anzubieten oder zumindest damit zu drohen, macht seinen Auftritt als gefügige, schmutzige Schlampe perfekt — und ist sicher ein Extrem, das in der Phantasie oft besser schmeckt als in der Realität, buchstäblich! Mir ist kein Beispiel bekannt, wo eine submissive Frau oder ihr Top aus der Tatsache, dass sie in einen Blaumann gesteckt und zum Reifenwechsel gezwungen wurde, irgendeine Art von Befriedigung gezogen hätte.

Drag Queens verwandeln sich dabei in beeindruckende Dominas, Schönheiten voller strahlender Schrecklichkeit. In der heterosexuellen Szene weniger häufig aber immer öfter anzutreffen ist der transgeschlechtliche Ausflug für dominante Frauen.

Ein schicker Strap-on und viel Leder am Körper, ein etwas breitbeiniger Gang — und schon ist es fertig, das beeindruckende, autoritäre, willensstarke und selbstverständlich hochpotente Mannweib, das den kleinen Kerl an ihrer Seite mal so richtig durchnimmt. Das Spiel mit der Transgeschlechtlichkeit nimmt in der schwulen weniger, aber in der lesbischen Leder-Szene einen wesentlich breiteren Raum ein.

Ein gedanklicher Ausflug, der sich selbst für gestandene Heten sicher lohnen kann! Die einschlägigen Anzeigenrubriken sind zwar voll von Gesuchen dominanter Männer nach der Zweitsklavin, manchmal haben auch die Sklavinnen die schöne Aufgabe, nach der dienenden Gefährtin zu suchen, es ist dabei aber relativ klar, dass die Lust auf die zweite Frau ebenso von ihr ausgeht wie von ihm.

Es ist für sie Belohnung und Freude. Natürlich verbirgt sich auch dahinter eine heimliche, in stillen Stunden eingestandene Sehnsucht, homophobe Gefühle zu überwinden, in der Flüchtigkeit eines erotischen Aktes unterzutauchen, ohne dass ein schlechtes Gewissen die Psyche belastet. Und es ist ja so schön erniedrigend, dem submissiven Kollegen einen blasen zu müssen, damit die Herrin sich die Finger nicht an ihm schmutzig machen muss!

Dominante Frauen scheinen öfter eine gewisse Neigung auch zu weiblichen Subs zu haben, als männliche Tops. Während miteinander spielende Frauen recht häufig zu sehen sind. Wir sprechen hier von der heterosexuellen SM-Szene, die in Deutschland bedauerlicherweise wenige Berührungspunkte zur schwulen Lederszene hat.

Simone Maresch ApolloniasWelt yahoo. Letter from — öh — Hannover Mai , in Hannover: Das Ergebnis und die Erlebnisse waren überwältigend: Mitmachen beim ökumenischen Kirchentag in Berlin — das wäre doch was. Die Ablehnung kam auch prompt, pauschal und uninformiert: SM ist Gewalt und hat daher bei der Kirche nichts zu suchen. So weit, so schlecht und von einigen wohl auch so erwartet. Stephan konnte das nicht auf uns sitzen lassen und formulierte eine Entgegnung, stellte sie auf die Mailing-Liste und damit zur Diskussion.

Wenigstens die blöden Vorurteile wollten wir nicht im Raum stehen lassen, vielleicht sogar ein Gespräch mit einem der Verantwortlichen von Auge zu Auge führen. Nach einigen Änderungen war der Brief fertig. Die Antwort blieb lange aus — doch dann plötzlich ein Signal — und was für eines! Jetzt wurde es ernst. Ziel war, uns behutsam bekannt zu machen für SMer im Raum der Kirche, Zweifelnden bei ihrer inneren Orientierung Hilfestellung zu geben und interessierte Nicht-SMer sachlich zu informieren.

Vermeiden wollten wir alles, was nach Provokation, Skandal und Selbstrechtfertigung aussehen könnte. So reisten wir dann — alle mit mehr oder weniger ausgeprägtem Herzklopfen — in Hannover an. Einige waren bereit, sich am Stand oder sogar evtl. Seelsorge an Einzelnen — ja, Repräsentation der Gruppe am Stand — nein. So bauten wir unter den etwas argwöhnischen und fragenden Blicken unserer Standnachbarn auf — farbenfroh in Schwarz und Rot, mit einem als Kreuz gestalteten Ensemble aus Peische, Gerte und Bondageseil und informativen Texttafeln.

Alles wie geplant erkennbar genug, aber ohne jegliche sexuelle oder moralische Provokation. Schon die ersten Stunden nach der Öffnung übertrafen alle Erwartungen. Anfragen, Nachfragen, zögerliche Outings und immer wieder die Bitte um ein ausführlicheres Gespräch folgten fast ohne Unterbrechung aufeinander. Und so ging es über alle drei Tage. Das Ergebnis in Zusammenfassung: Das sind 12 pro Stunde!

Eins der spektakulärsten Feedbacks kam fast ganz am Ende der Veranstaltung. Ein Mensch der Zentralen Messeleitung kam bei uns vorbei, um sich unseren Stand einmal mit eigenen Augen anzusehen.

Denn nach uns seien bei den Info-Punkten auf dem Messegelände mit Abstand die allermeisten Anfragen eingegangen. Das konnte er uns nicht versprechen — stellte uns jedoch die Statistik des Kirchentags in Aussicht. Ach ja, die Presse: Nachdem Stephan schon im Vorfeld einem Reporter der Hannoverschen Neuen Presse Rede und Antwort gestanden hatte und die prompt einen immerhin 4-spaltigen Artikel über uns gebracht hatten, konnten die anderen dahinter nicht zurückstehen: Ein anderes Ergebnis war die Wirkung nach innen.

Das allgemeine Wohlwollen, die akzeptierende und offene Stimmung auf dem Kirchentag haben alle, auch die nicht unmittelbar am Stand Beteiligten, nicht nur getragen, sondern wohl auch beflügelt und ermutigt zu weiteren Schritten in die Öffentlichkeit — wenigstens beim Nächsten Kirchentag oder auch schon beim Katholikentag in Saarbrücken Ich hatte bestenfalls auf relatives Desinteresse und ein paar gute Gespräche getippt — und die Teilnahme an sich wäre ja auch schon von erheblichem Wert gewesen.

So wollten viele einfach wissen, was denn wirklich bei SM passiert, jenseits von Talkshow und Tabubruch, ob es wirklich weh tut, ob das nicht doch Gewalt ist und zerstörerisch werden kann — und immer wieder, wie wir das mit unserem christlichen Glauben vereinbaren. Zum Glück hatten wir uns schon in der Vorbereitung verständigt, solche Fragen sehr ernst zu nehmen, ehrlich zu antworten und weder zu missionieren noch uns zu Rechtfertigungen verleiten zu lassen.

Das schönste Kompliment war vielleicht der Satz aus einer Mail: Vielleicht lag ja darin überhaupt das Geheimnis dieser drei Tage. Neu ist das stark gewachsene Angebot an Fetischkleidung und Schuhen. Durch den Zusammenschluss mit dem Fetishuniverse Mailorder besteht auch die Möglichkeit, kurzfristig auf ein riesiges Lagersortiment zuzugreifen und Lieferzeiten für nicht lagernde Artikel drastisch zu minimieren.

Und im Gegenteil zum Onlinehandel kann alles anprobiert und geprüft werden — und wir sind für die Kunden auch noch nach Jahren für Reparaturen oder Zubehörartikel da. Kunden aus der ganzen Welt ordern aus der wohl schwer zu übertreffenden Auswahl von Reizstromgeräten und Zubehör. Diese Premium-Produkte können je nach Hersteller an den eigenen PC angeschlossen werden, um eigene Impulsverläufe zu programmieren, oder über Fernbedienungen bzw.

Das ganze Seminarprogramm ist auf der No Respect Webseite www. Nachdem sich die Firmengründer Sabine und Hannes letztes Jahr anderen Projekten gewidmet haben und nur noch die Lederwerkstätten und die Seminare für No Respect machen, hat sich das neue Team Verena, Björn und Lea neben der Sortimentserweiterung auch andere neue Ziele gesetzt: In den umgebauten Räumen ist es jetzt auch wieder möglich an eine alte Tradition im No Respect anzuknüpfen: Über den genauen Starttermin des Webportals kann man sich über die No Respect Mailingliste informieren lassen.

Auch wenn der Schwerpunkt weiterhin beim direkten Gespräch mit dem Kunden im Laden liegen soll, kann man dann auch mal bequem zu Hause stöbern und den nächsten Besuch bei No Respect planen. Ich entdecke in mir die Eigenschaft des Tabubrechers.

Dadurch fühlen sich dann einige bedroht, was zur Ausgrenzung von Tabubrechern führt. Wenn ich Tabus anspreche, dann allerdings nicht aus Bösartigkeit, sondern weil ich finde, dass manches Tabu den mündigen, aufgeklärten Umgang mit der tabuisierten Sache behindert. Ich will bei andern Horizonte erweitern, so wie die Akzeptanz meiner Sexualität meinen Horizont erweiterte.

Zuerst versuchte ich das mit Sexualität, indem ich mich in meinem Umfeld freizügig zu meiner SM-Neigung bekannte: Ich hatte mein Coming-out — ziemlich umfassend sogar, unter anderem beim kirchlichen Arbeitgeber. Aber es wurde mir auf die Schulter geklopft, u. Also versuch ich es mal andersherum, mal sehen, ob es mir diesmal gelingt — Maso bin ich ja. Ich bekenne mich hiermit lautstark dazu, Partys zu meiden.

Obwohl die doch dazugehören in der SM-Szene. Und ich behalte mir vor, wenn ich das Bedürfnis nach intensiverer Beteiligung danach habe, diesem nachzugehen. Insgesamt habe ich hier mein Coming-out als einer, der auf sich hören will. Und gleichzeitig will ich Öffentlichkeitsarbeit für die gesellschaftliche Akzeptanz von SM zu betreiben. Mir scheint, als wäre die Partyfraktion der Öffentlichkeit gegenüber eher abgeneigt.

Was soll die auch mitbekommen, was andere so treiben; Subkultur als Schutzraum — ist gerechtfertigt, finde ich dann doch. Wenn gemeinsam oder in Gruppen, bzw. Auch in Ordnung, finde ich, für diejenigen, denen es gefällt, warum nicht.

Sachlich falsch ist jedenfalls die Gleichsetzung des Bedürfnisses nach SM mit dem Bedürfnis, SM-Swingerpartys zu besuchen; genauso falsch wäre es ja auch, vanilla-sexuell veranlagte Menschen mit Vanilla-Swingerpartybesuchern gleichzusetzen.

Ich habe den Eindruck, wir sollten trennen. Was wäre, wenn SM nicht mehr oder nicht weniger salonfähig wäre als die angeblich so normale Sexualität? Subkulturen brechen ja in der Regel in sich zusammen, wenn es keinen Bedarf mehr für diesen Schutzraum gibt. Accessoires bleiben als Modeerscheinung übrig und vielleicht Aber das Ganze bricht noch kein Tabu.

Jetzt wurde ich aber neulich mit der Aussage konfrontiert, mein Wunsch, SM gesellschaftsfähig zu machen, wäre mit Vernunft nicht ganz nachzuvollziehen. Und um endlich meinen Tabubruch zu begehen, will ich mal meine Gedanken spielen lassen und mir das Allerheiligste betrachten: Wäre es nicht denkbar, dass viele Leute in der Szene diese Ansicht teilen, weil für sie SMer zu sein und auf Partys zu gehen einfach das Gleiche ist?

In diesem Fall — alles nur Vermutungen — wäre es allerdings plausibel, dass sie sich unauffällig nur selbst überwinden, um ihre Lüste auszuleben kann ja trotzdem toll sein , ihre Selbstzweifel ausblenden, aber mit ihnen eben auch alle Skrupel — denn Skrupel sind es ja, die sie an sich selbst, an ihrer Sexualität zweifeln lassen.

Dadurch verlieren sie das Gefühl für die eigene Intimität und das Schamgefühl, sodass sie sich schlichtweg nur in der Subkultur zu ihrer Neigung bekennen können.

SM wird so aber wohl kaum ins Leben integriert, sondern ins Doppelleben geschoben, von dem niemand was wissen darf. Statt sich auf die Gesellschaft zu zu bewegen, bewegen die Leute sich von der Gesellschaft weg: Verinselung nennen das die Soziologen, glaube ich.

Jeder darf machen, was er will, solange er seinen Nachbarn nicht damit stört sodass dieser sich damit auseinandersetzen muss.

Niemand muss es wissen, aber Begegnung nimmt ab. Mit Leuten, die sich im tiefsten Innern eben doch als abartig, vielleicht krank, nicht gesellschaftsfähig, mit diskriminierten, inakzeptablen Neigungen behaftet empfinden, lässt sich allerdings schwer gesellschaftliche Akzeptanz anstreben. Denn mit so etwas traut man sich nicht heraus, gestaltet dann seine Homepages besonders grell, provokativ und bunt, weil die, die den Weg zu anderen SMern — in die Szene — suchen, finden und dazugehören sollen, sind ja am besten die, die sich auch irgendwie abartig finden Alle andern würden nur dumme?

Klar, dass man sich so eher von der Gesellschaft wegbewegt und sich selbst ausgrenzt. Dabei fordere ich nicht gesellschaftliche Anpassung um jeden Preis. Gerade als Christ geht es mir darum, dass jeder zu einem Lebensstil findet, der ihm und seinen Bedürfnissen entspricht.

Nur fürchte ich, dass mancher sich blenden lässt und den einzig möglichen Freiraum in der Subkultur findet. In der kollektiven Opferrolle die anderen verstehen uns SMer ja nicht kann er sich einerseits entfalten, verliert aber das Gespür dafür, wonach er sich wirklich sehnt, was er eigentlich will. Der Gesprächskreis SundMehr ist für mich so ein Projekt, mit dem ich versuche, andere an meinen positiven Erfahrungen mit SM im gesellschaftlichen Kontext teilhaben zu lassen: Möglichst oft lade ich einen Vanilla ein, der was zu sagen hat und das Vorurteil, dass SM inakzeptabel ist, allein durch seine Anwesenheit widerlegt.

Sich so raus zutrauen und aufklärende Öffentlichkeitsarbeit machen, begeistert mich: Akzeptanz erlebe ich ja eben täglich von Kollegen, Nachbarn, Kirche etc.

Im Kleinen ist es mir also gelungen — irgendwas scheine ich also richtig zu machen Ich bin also wieder nicht durch diesen Tabubruch ausgegrenzt worden? Umso besser, denn irgendwie käme mir das auch wieder ziemlich wenig einvernehmlich vor, würde daher auch meiner sexuell-masochistischen Neigung widersprechen. Dann also zur Belohnung der Nachsatz: Ich will nicht alle Leute, die mal oder oft auf Partys gehen, der insgeheimen Verklemmtheit bezichtigen. Mir geht es um die Hinterfragung derjenigen, die für Partys sehr offen, gegenüber Öffentlichkeitsarbeit aber sehr skeptisch sind und als angstvolle Bremser in Erscheinung treten.

Auf dem diesjährigen Wave-Gotik-Treffen in Leipzig hatten wir beide die Möglichkeit, bei den vielen Platten-Labels vorbeizuschauen, um die Schlagzeilen vorzustellen und neue Kontakte zu knüpfen.

Was ihr auch sicher schon bemerkt habt in meinen Rezensionen; diese Stile habe ich sträflich vernachlässigt. Aber wie soll ich eine CD besprechen, die ich nicht gerne hören mag, sich beim Hören auch keine Phantasien entwickeln und zu der ich nur unter Zwang!! Andererseits wird zu meinen hier besprochenen CDs manch einer ein Gähnen nicht unterdrücken können mit dem Kommentar: Es gibt Mittelalter-Feten in Kellern und auf Burgruinen, es suchen Inquisitoren per Anzeige oder bei uns am Telefon nach folterwilligen Hexen, und die Idee, mit einer Gruppe von Freunden zu einem netten Mittelalter-Event zu fahren und dort ein bisschen authentischer, d.

SM-iger aufzutreten, findet viel Anklang. Genau für alle diese Gelegenheiten gibt es jetzt hier etwas auf die Ohren. Schon früher hatte ich euch die ersten Miroque-Sampler ausgewählt. Die ersten sieben sind inzwischen ausverkauft. Pünktlich zum WGT erscheint jedes Jahr ein neuer. XI sind wir inzwischen angekommen. In einer umfassenden Mischung vom Trink- und Marktlied bis zu elfischen Gesängen, von Klostergregorianik hin zu düster-dunklen Hölleninspirationen ist alles versammelt.

Zu den im obigen Absatz versammelten Gruppen hört man auf Miroque Vol. Mein ganz besonderes Lieblingsstück von Miroque X: Masken und Mönchskutten sind das Markenzeichen dieser Bruderschaft, die Kunde gibt vom schmutzigen, sinnlichen Treiben hinter dunklen Klostermauern. Es ist wirklich schwer, ich gebe auf und höre alle vier Miroques ganz und mit Genuss. Zuletzt lernen wir die Miroque-Initiatoren kennen, und Wim von Corvus Corax gibt einen Einblick in den mittelalterlichen Instrumentenbau.

Die mehr als zwei Stunden Material sind ein praller, sinnlicher und oft witziger Hochgenuss.


herrinnen der macht schlagzeilen bdsm

Jetzt wurde es ernst. Ziel war, uns behutsam bekannt zu machen für SMer im Raum der Kirche, Zweifelnden bei ihrer inneren Orientierung Hilfestellung zu geben und interessierte Nicht-SMer sachlich zu informieren. Vermeiden wollten wir alles, was nach Provokation, Skandal und Selbstrechtfertigung aussehen könnte.

So reisten wir dann — alle mit mehr oder weniger ausgeprägtem Herzklopfen — in Hannover an. Einige waren bereit, sich am Stand oder sogar evtl. Seelsorge an Einzelnen — ja, Repräsentation der Gruppe am Stand — nein. So bauten wir unter den etwas argwöhnischen und fragenden Blicken unserer Standnachbarn auf — farbenfroh in Schwarz und Rot, mit einem als Kreuz gestalteten Ensemble aus Peische, Gerte und Bondageseil und informativen Texttafeln. Alles wie geplant erkennbar genug, aber ohne jegliche sexuelle oder moralische Provokation.

Schon die ersten Stunden nach der Öffnung übertrafen alle Erwartungen. Anfragen, Nachfragen, zögerliche Outings und immer wieder die Bitte um ein ausführlicheres Gespräch folgten fast ohne Unterbrechung aufeinander.

Und so ging es über alle drei Tage. Das Ergebnis in Zusammenfassung: Das sind 12 pro Stunde! Eins der spektakulärsten Feedbacks kam fast ganz am Ende der Veranstaltung. Ein Mensch der Zentralen Messeleitung kam bei uns vorbei, um sich unseren Stand einmal mit eigenen Augen anzusehen. Denn nach uns seien bei den Info-Punkten auf dem Messegelände mit Abstand die allermeisten Anfragen eingegangen.

Das konnte er uns nicht versprechen — stellte uns jedoch die Statistik des Kirchentags in Aussicht. Ach ja, die Presse: Nachdem Stephan schon im Vorfeld einem Reporter der Hannoverschen Neuen Presse Rede und Antwort gestanden hatte und die prompt einen immerhin 4-spaltigen Artikel über uns gebracht hatten, konnten die anderen dahinter nicht zurückstehen: Ein anderes Ergebnis war die Wirkung nach innen.

Das allgemeine Wohlwollen, die akzeptierende und offene Stimmung auf dem Kirchentag haben alle, auch die nicht unmittelbar am Stand Beteiligten, nicht nur getragen, sondern wohl auch beflügelt und ermutigt zu weiteren Schritten in die Öffentlichkeit — wenigstens beim Nächsten Kirchentag oder auch schon beim Katholikentag in Saarbrücken Ich hatte bestenfalls auf relatives Desinteresse und ein paar gute Gespräche getippt — und die Teilnahme an sich wäre ja auch schon von erheblichem Wert gewesen.

So wollten viele einfach wissen, was denn wirklich bei SM passiert, jenseits von Talkshow und Tabubruch, ob es wirklich weh tut, ob das nicht doch Gewalt ist und zerstörerisch werden kann — und immer wieder, wie wir das mit unserem christlichen Glauben vereinbaren. Zum Glück hatten wir uns schon in der Vorbereitung verständigt, solche Fragen sehr ernst zu nehmen, ehrlich zu antworten und weder zu missionieren noch uns zu Rechtfertigungen verleiten zu lassen.

Das schönste Kompliment war vielleicht der Satz aus einer Mail: Vielleicht lag ja darin überhaupt das Geheimnis dieser drei Tage. Neu ist das stark gewachsene Angebot an Fetischkleidung und Schuhen. Durch den Zusammenschluss mit dem Fetishuniverse Mailorder besteht auch die Möglichkeit, kurzfristig auf ein riesiges Lagersortiment zuzugreifen und Lieferzeiten für nicht lagernde Artikel drastisch zu minimieren. Und im Gegenteil zum Onlinehandel kann alles anprobiert und geprüft werden — und wir sind für die Kunden auch noch nach Jahren für Reparaturen oder Zubehörartikel da.

Kunden aus der ganzen Welt ordern aus der wohl schwer zu übertreffenden Auswahl von Reizstromgeräten und Zubehör.

Diese Premium-Produkte können je nach Hersteller an den eigenen PC angeschlossen werden, um eigene Impulsverläufe zu programmieren, oder über Fernbedienungen bzw. Das ganze Seminarprogramm ist auf der No Respect Webseite www. Nachdem sich die Firmengründer Sabine und Hannes letztes Jahr anderen Projekten gewidmet haben und nur noch die Lederwerkstätten und die Seminare für No Respect machen, hat sich das neue Team Verena, Björn und Lea neben der Sortimentserweiterung auch andere neue Ziele gesetzt: In den umgebauten Räumen ist es jetzt auch wieder möglich an eine alte Tradition im No Respect anzuknüpfen: Über den genauen Starttermin des Webportals kann man sich über die No Respect Mailingliste informieren lassen.

Auch wenn der Schwerpunkt weiterhin beim direkten Gespräch mit dem Kunden im Laden liegen soll, kann man dann auch mal bequem zu Hause stöbern und den nächsten Besuch bei No Respect planen. Ich entdecke in mir die Eigenschaft des Tabubrechers. Dadurch fühlen sich dann einige bedroht, was zur Ausgrenzung von Tabubrechern führt.

Wenn ich Tabus anspreche, dann allerdings nicht aus Bösartigkeit, sondern weil ich finde, dass manches Tabu den mündigen, aufgeklärten Umgang mit der tabuisierten Sache behindert.

Ich will bei andern Horizonte erweitern, so wie die Akzeptanz meiner Sexualität meinen Horizont erweiterte. Zuerst versuchte ich das mit Sexualität, indem ich mich in meinem Umfeld freizügig zu meiner SM-Neigung bekannte: Ich hatte mein Coming-out — ziemlich umfassend sogar, unter anderem beim kirchlichen Arbeitgeber.

Aber es wurde mir auf die Schulter geklopft, u. Also versuch ich es mal andersherum, mal sehen, ob es mir diesmal gelingt — Maso bin ich ja. Ich bekenne mich hiermit lautstark dazu, Partys zu meiden. Obwohl die doch dazugehören in der SM-Szene. Und ich behalte mir vor, wenn ich das Bedürfnis nach intensiverer Beteiligung danach habe, diesem nachzugehen. Insgesamt habe ich hier mein Coming-out als einer, der auf sich hören will.

Und gleichzeitig will ich Öffentlichkeitsarbeit für die gesellschaftliche Akzeptanz von SM zu betreiben. Mir scheint, als wäre die Partyfraktion der Öffentlichkeit gegenüber eher abgeneigt. Was soll die auch mitbekommen, was andere so treiben; Subkultur als Schutzraum — ist gerechtfertigt, finde ich dann doch.

Wenn gemeinsam oder in Gruppen, bzw. Auch in Ordnung, finde ich, für diejenigen, denen es gefällt, warum nicht. Sachlich falsch ist jedenfalls die Gleichsetzung des Bedürfnisses nach SM mit dem Bedürfnis, SM-Swingerpartys zu besuchen; genauso falsch wäre es ja auch, vanilla-sexuell veranlagte Menschen mit Vanilla-Swingerpartybesuchern gleichzusetzen.

Ich habe den Eindruck, wir sollten trennen. Was wäre, wenn SM nicht mehr oder nicht weniger salonfähig wäre als die angeblich so normale Sexualität? Subkulturen brechen ja in der Regel in sich zusammen, wenn es keinen Bedarf mehr für diesen Schutzraum gibt.

Accessoires bleiben als Modeerscheinung übrig und vielleicht Aber das Ganze bricht noch kein Tabu. Jetzt wurde ich aber neulich mit der Aussage konfrontiert, mein Wunsch, SM gesellschaftsfähig zu machen, wäre mit Vernunft nicht ganz nachzuvollziehen.

Und um endlich meinen Tabubruch zu begehen, will ich mal meine Gedanken spielen lassen und mir das Allerheiligste betrachten: Wäre es nicht denkbar, dass viele Leute in der Szene diese Ansicht teilen, weil für sie SMer zu sein und auf Partys zu gehen einfach das Gleiche ist?

In diesem Fall — alles nur Vermutungen — wäre es allerdings plausibel, dass sie sich unauffällig nur selbst überwinden, um ihre Lüste auszuleben kann ja trotzdem toll sein , ihre Selbstzweifel ausblenden, aber mit ihnen eben auch alle Skrupel — denn Skrupel sind es ja, die sie an sich selbst, an ihrer Sexualität zweifeln lassen. Dadurch verlieren sie das Gefühl für die eigene Intimität und das Schamgefühl, sodass sie sich schlichtweg nur in der Subkultur zu ihrer Neigung bekennen können.

SM wird so aber wohl kaum ins Leben integriert, sondern ins Doppelleben geschoben, von dem niemand was wissen darf. Statt sich auf die Gesellschaft zu zu bewegen, bewegen die Leute sich von der Gesellschaft weg: Verinselung nennen das die Soziologen, glaube ich.

Jeder darf machen, was er will, solange er seinen Nachbarn nicht damit stört sodass dieser sich damit auseinandersetzen muss. Niemand muss es wissen, aber Begegnung nimmt ab.

Mit Leuten, die sich im tiefsten Innern eben doch als abartig, vielleicht krank, nicht gesellschaftsfähig, mit diskriminierten, inakzeptablen Neigungen behaftet empfinden, lässt sich allerdings schwer gesellschaftliche Akzeptanz anstreben. Denn mit so etwas traut man sich nicht heraus, gestaltet dann seine Homepages besonders grell, provokativ und bunt, weil die, die den Weg zu anderen SMern — in die Szene — suchen, finden und dazugehören sollen, sind ja am besten die, die sich auch irgendwie abartig finden Alle andern würden nur dumme?

Klar, dass man sich so eher von der Gesellschaft wegbewegt und sich selbst ausgrenzt. Dabei fordere ich nicht gesellschaftliche Anpassung um jeden Preis. Gerade als Christ geht es mir darum, dass jeder zu einem Lebensstil findet, der ihm und seinen Bedürfnissen entspricht. Nur fürchte ich, dass mancher sich blenden lässt und den einzig möglichen Freiraum in der Subkultur findet.

In der kollektiven Opferrolle die anderen verstehen uns SMer ja nicht kann er sich einerseits entfalten, verliert aber das Gespür dafür, wonach er sich wirklich sehnt, was er eigentlich will. Der Gesprächskreis SundMehr ist für mich so ein Projekt, mit dem ich versuche, andere an meinen positiven Erfahrungen mit SM im gesellschaftlichen Kontext teilhaben zu lassen: Möglichst oft lade ich einen Vanilla ein, der was zu sagen hat und das Vorurteil, dass SM inakzeptabel ist, allein durch seine Anwesenheit widerlegt.

Sich so raus zutrauen und aufklärende Öffentlichkeitsarbeit machen, begeistert mich: Akzeptanz erlebe ich ja eben täglich von Kollegen, Nachbarn, Kirche etc. Im Kleinen ist es mir also gelungen — irgendwas scheine ich also richtig zu machen Ich bin also wieder nicht durch diesen Tabubruch ausgegrenzt worden?

Umso besser, denn irgendwie käme mir das auch wieder ziemlich wenig einvernehmlich vor, würde daher auch meiner sexuell-masochistischen Neigung widersprechen.

Dann also zur Belohnung der Nachsatz: Ich will nicht alle Leute, die mal oder oft auf Partys gehen, der insgeheimen Verklemmtheit bezichtigen. Mir geht es um die Hinterfragung derjenigen, die für Partys sehr offen, gegenüber Öffentlichkeitsarbeit aber sehr skeptisch sind und als angstvolle Bremser in Erscheinung treten.

Auf dem diesjährigen Wave-Gotik-Treffen in Leipzig hatten wir beide die Möglichkeit, bei den vielen Platten-Labels vorbeizuschauen, um die Schlagzeilen vorzustellen und neue Kontakte zu knüpfen.

Was ihr auch sicher schon bemerkt habt in meinen Rezensionen; diese Stile habe ich sträflich vernachlässigt. Aber wie soll ich eine CD besprechen, die ich nicht gerne hören mag, sich beim Hören auch keine Phantasien entwickeln und zu der ich nur unter Zwang!! Andererseits wird zu meinen hier besprochenen CDs manch einer ein Gähnen nicht unterdrücken können mit dem Kommentar: Es gibt Mittelalter-Feten in Kellern und auf Burgruinen, es suchen Inquisitoren per Anzeige oder bei uns am Telefon nach folterwilligen Hexen, und die Idee, mit einer Gruppe von Freunden zu einem netten Mittelalter-Event zu fahren und dort ein bisschen authentischer, d.

SM-iger aufzutreten, findet viel Anklang. Genau für alle diese Gelegenheiten gibt es jetzt hier etwas auf die Ohren. Schon früher hatte ich euch die ersten Miroque-Sampler ausgewählt. Die ersten sieben sind inzwischen ausverkauft. Pünktlich zum WGT erscheint jedes Jahr ein neuer.

XI sind wir inzwischen angekommen. In einer umfassenden Mischung vom Trink- und Marktlied bis zu elfischen Gesängen, von Klostergregorianik hin zu düster-dunklen Hölleninspirationen ist alles versammelt. Zu den im obigen Absatz versammelten Gruppen hört man auf Miroque Vol. Mein ganz besonderes Lieblingsstück von Miroque X: Masken und Mönchskutten sind das Markenzeichen dieser Bruderschaft, die Kunde gibt vom schmutzigen, sinnlichen Treiben hinter dunklen Klostermauern.

Es ist wirklich schwer, ich gebe auf und höre alle vier Miroques ganz und mit Genuss. Zuletzt lernen wir die Miroque-Initiatoren kennen, und Wim von Corvus Corax gibt einen Einblick in den mittelalterlichen Instrumentenbau. Die mehr als zwei Stunden Material sind ein praller, sinnlicher und oft witziger Hochgenuss. Auch dieses ist eine perfekte Mischung aus melancholischem Gothic, treibendem Folk und rockigem Mittelalter-Sound. Kraftvoller noch, morbider und lauter als die Miroque-Sampler.

Bei dieser CD liebe ich besonders die richtig bösen Texte dieser schwarzen Balladen. Nun ist ja unser neuer Shop fertig. Langsam füllen sich die CD-Vorstellungen mit Hörproben. So bekommt ihr einen guten Eindruck, ob die CD euch anspricht. Geli Bücher Was hat sich eigentlich geändert in den letzten Jahren? Wir haben einen anderen Diskurs über die unterschiedlichsten Formen der Sexualität, und damit hat sich auch unser Verhältnis dazu weiterentwickelt.

Sowohl die herkömmliche Psychologie als auch die öffentliche Rezeption hat ein gewandeltes Verhältnis zu Liebe und Perversionen.

Da lag es auf der Hand, sich genau diese Entwicklungen einmal genauer anzuschauen. Auch wenn manch einer der hier versammelten Texte recht wissenschaftlich und trocken daherkommt, so halte ich dieses Buch für eine kluge Bereicherung, die all jenen gefallen wird, denen die üblichen Analysen, die meist über den SM-Stammtisch-Rand kaum hinausgehen, nicht ausreicht.

Ob man mit diesen Analysen Siguschs übereinstimmt oder sie eher als Basis längst überfälliger Diskussion begreift, sei dem Leser überlassen. Doch gilt es zu bedenken, dass es noch nie gut war, den angeblichen Fachleuten die Definitionsmacht allein zu überlassen. Shibari Style Impressions — gesehen habe. David beherrscht das Spiel mit Licht und Schatten, Bildausschnitt und Detail, seine Kamera erhascht zwar für meinen Geschmack zu selten den Blick des Modells, aber nie degradiert sie die Körper zur reinen Staffage.

Auch wenn man es bei diesem Buchcover kaum glauben mag! Zwei Prinzessinnen und ihre Zofe begehen den schweren Fehler, einer jungen Hexe den Arsch zu versohlen und sie zu demütigen. Ihr Opfer ruft einen Dämon herbei, der die drei in ein weit entferntes Land verschleppt. Nun versuchen die drei jungen, bildschönen und wohlbehütet aufgewachsenen Frauen sich in der rauen Wirklichkeit zurechtzufinden und zurück nach Hause zu kommen.

Eine Reise voller erotischer Abenteuer und sexueller Demütigungen. Die drei geraten von einer misslichen Lage und einem erotischen Abenteuer ins nächste. Sie werden mehrfach vergewaltigt, gefangen genommen und versklavt. Die Lüstlinge, derer sie sich erfolglos zu erwehren versuchen, sind Menschen, Kobolde und Zwerge. Immer wieder geraten die Frauen in auswegslose Situationen, in denen sie auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Sie geraten in die Gewalt von Piraten, Sklavenhändlern oder in einen gut bewachten Harem.

Und die einzige Währung, die sie haben, sind ihre Körper. Zum Schluss gönnte er allen als Auslauf noch einen kleinen Rundkurs durch die Reben, der eine freundliche Länge von fast 10 km aufwies. Alle pumpten wie die Maikäferchen, waren aber froh, die Tortur hinter sich zu haben.

Wir haben doch gerade mal das kleine ABC der Beinarbeit hinter uns. Dachte, ihr sehnt euch nach dem Ende? Die ersten und letzten hundert Meter dürft ihr Schubkarre fahren. An dieser Stelle braucht sicher nicht erwähnt zu werden, dass er auf dem Gutshof der Erste war und geraume Zeit verstrich, bis die Letzten ebenfalls dort eintrudelten. Okay, nicht ganz der Erste, Rob war die letzte Wegstrecke die Schubkarre und ihm demzufolge eine Nasenlänge voraus.

Allerdings das Bild eines Trüffel suchenden Wildschweins abgebend. Der Rest bis dahin ist wohlverdiente Freizeit. Rosa meckerte in gewohnter Manier: Die Stadionrunden waren gleich vorüber und er konnte seines Amtes walten. Der übliche Laktattest war für ihn alljährliche Routine.

Selten kam es vor, dass ihn eine der Spielerinnen nicht bestand. Sie lebten für ihren Sport, waren Vollprofis. Diesmal würde es anders sein, er hatte strikte Anweisung vom Coach.

Er dachte mit einiger Sorge daran, was damit auf ihn zu kam. Dass ihn die Mädels einfach nur lynchen könnten, war dabei noch seine geringste Befürchtung. Derart in Gedanken vertieft, bemerkte er erst jetzt, wie ihn zwei Kulleraugen neugierig musterten. Setz dich mal da hin, zur Blutentnahme. Sie konnte einfach kein Blut sehen und rutschte ihm fast vom Hocker.

Nicht übel, bist gut in Form! Als Letzte kam Rosa an die Reihe, nach ihr nur noch Rob. Stehst du vor einem Comeback? Sie nickten sich kurz zu. Habe zwar nicht viel erkennen können, aber auf den flüchtigen Blick ein fescher Kerl. Bist du endlich fertig? Ich habe nicht ewig Zeit. Dann stach dieser ohne jede weitere Rücksicht unsanft zu.

Vielleicht solltest du mal wieder etwas andere Körperertüchtigung betreiben, als nur Weiberröcken hinterher zu jagen. Dankbar nahmen sie zuerst den Saunagang mit nachfolgender entspannender Massage, dann die Verlegung der letzten Einheit ins Hallenbad auf. Es ist bei solchen Bedingungen sicher angenehmer, die Zeit im Wasser zu verbringen, als hüpfend, springend und rennend zwischen Weinstöcken. Er wollte ihnen nach selbständiger Aufwärmarbeit Gelegenheit bieten, sich und die Muskeln zu entspannen.

Erst zum Ende der Badezeit gedachte er, noch einmal aktiv einzugreifen, indem er ein kleines Wasserballturnier veranstaltete. Seine Idee kam gut an, denn trotz der vorangegangenen Anstrengungen liebten die Frauen während eines Trainingslagers zur Saisonvorbereitung Abwechslung im monotonen Profidasein. Der Coach war kein Spielverderber und beteiligte sich am Turnier. Das bot so mancher Athletin Gelegenheit, sich bei ihm für die Schinderei des Tages zu bedanken. Öfter, als es ihm lieb war, wurde er hüftabwärts geklammert, an den Badeshorts festgehalten oder mit viel Fantasie bei der Wahl der Mittel in die Tiefe befördert, um ihn an erfolgreichem Spiel zu hindern.

Sein Team beendete die Wasserschlacht folgerichtig ohne jeglichen Punktgewinn abgeschlagen als Letzter. Ein Zustand, den er den Mädels zu zeigen, sonst penibel zu vermeiden wusste. Deutlich angefressen, beinahe schon sauer wirkend, gab er sich öffentlich geschlagen.

Das ist die berühmte Ausnahme von der Regel und wird diese Saison nur noch bei den Pflichtspielen vorkommen. Das verspreche ich euch. Der Halbkreis schloss sich so schnell, wie Arvid durch die Lüfte ins Becken flog. Den letzten Trumpf des Tages jedoch hatte Arvid im momentan nicht vorhandenen Ärmel. Als er endlich wieder auftauchte, spielte er ihn verschmitzt grinsend aus: Sie hatte sich mit einer Flasche Rotwein und ihrem Lieblingstrainer erst spät vom Grillfest abseilen können.

Die halbe Nacht unterhielten sie sich, auch darüber, ob sie ihr Zusammensein bekannt machen sollten. Letzten Endes waren sie zu dem Schluss gelangt, dass es früher oder später sowieso heraus käme. Es ging ihr so gut, wie selten. Sie war früh aufgewacht und musste noch nicht aufstehen. Diese Art von Erwachen war ihr die liebste.

Sie überlegte, ob sie sich noch etwas Gutes tun sollte, spreizte und winkelte die Beine nur ein wenig an, damit ihre Hand leichteres Spiel hatte. Sie bewegte ihre Finger daran auf und ab. Es war ein warmes, entspanntes Gefühl, unter dem dünnen, etwas steifen Laken zu liegen, so offen verwundbar und doch in der Sicherheit des eigenen Zimmers, ohne ein Eindringen anderer Menschen fürchten zu müssen.

Den harten Stoff auf den empfindlichen Brustspitzen zu spüren. Die Differenz im Gefühl des Gewebes auf ihrer Haut und der Stellen, an denen sie wegen der Steifigkeit nicht berührt wurde. Sie bog den Rücken leicht durch, die bequeme Lage noch einmal durch das genüssliche Bewegen der Beine voll auszukosten. Die Augen halb geschlossen, erahnte sie die zunehmende Helligkeit des beginnenden Tages mehr, als dass sie diese wirklich sah. Ihre Gedanken drifteten davon, zu Arvid, zu ihrer aktuellen Lieblingsfantasie.

Sie hörte kaum noch das Erwachen der Vögel, war schon viel zu weit in ihrer eigenen kleinen Geschichte gefangen. Sie konnte seine starken, sehnigen Hände, die sie so faszinierten, geradezu auf sich fühlen, kurz bevor sie sich lustvoll aufbäumte. Einen Moment in der Erkenntnis des so einzigartigen Genusses erstarrt.

Erschlafft und zufrieden sank sie zurück. Oh, wie sehr sie diesen Mann wollte. Wie sehr er schon ihr Denken und Handeln beherrschte.

Richtig fit schien keiner. Unter normalen Umständen wäre sie durchaus die schmückende Krönung unter den anwesenden Leichen gewesen. Aber sie hatte sich mit Arvid beschäftigt, der jetzt mit penetranter Fröhlichkeit im Gehabe auftauchte.

Eine klitzekleine Unmutswelle schien durch den Raum zu schwappen, als er mit beiläufigem Blick auf seine Uhr versicherte, dass es heute ein wunderbarer Tag für ein ausgedehntes Training wäre, verbunden mit einem kleinen Intermezzo im Meer.

Die Ankündigung des freien nächsten Tages, der für Ausflüge und ähnliches zur Verfügung stehen würde, tat ein Übriges, die Gemüter aufzuhellen. Radka achtete nicht weiter auf die Anderen, da es sie weit mehr freute, dass sich Arvid zielstrebig auf ihren Tisch zubewegte.

Wenn er ihr das doch nur glauben könnte. Der Mann konnte ja leidenschaftlich sein, aber doch nicht jetzt und so. Vielleicht würde sie an der einen oder anderen Übung teilnehmen. Nannte man das nicht investigativen Journalismus? Das wäre genug Einsatz. Unter den verwunderten Blicken der Anwesenden brachen beide in brüllendes Gelächter aus.

Die Vorstellung war gar zu absurd. Sie konnten nicht wissen, wie nah sie mit ihrer Vermutung der Wahrheit tatsächlich waren. Radka sah mehr oder weniger gelangweilt beim Training der Damenmannschaft zu. Nach dem kurzgehaltenen Mittagessen verdrückte sie sich in den schattigen kleinen Pavillon, den sie am Ankunftstag mit Arvid für sich entdeckt hatte. Danach machte sie es sich mit einem Buch gemütlich.

Abends erzählte ihr Arvid, dass der Earl ihnen allen am nächsten Morgen einen Teil seines Fuhrparks zur Verfügung stellen würde, um unabhängig voneinander ein wenig die Gegend erkunden zu können. Die Vorstellung, mit Arvid wie ein Liebespaar im Wagen durch die Gegend zu gondeln, machte sie glücklich, zumal er ihr das Ziel ihres kleinen Trips betreffend die freie Wahl gelassen hatte. Nizza, der faszinierende Name aus vielen Filmen, Nizza lag in erreichbarer Nähe.

Schon als kleines Mädchen hatte sie ihrer Mutter zugehört, die ihr von den Erlebnissen an der Steilküste vorschwärmte. Sie würde diese Stadt sehen. Als sie Arvid davon erzählte, stimmte der begeistert zu. Der nächste Morgen begann mit der Verteilung der zur Verfügung stehenden Wagen. Er entschied sich für ein kleines, hässliches Auto, das den Vergleich mit einem Trabi nicht zu scheuen brauchte. Du wirst schon sehen. In ihrem dünnen kurzen Sommerkleidchen wirkte sie wie eine ungezogene Göre.

Radka genoss die lauwarme Luft, die in ihren Haaren wühlte, die ihr Gesicht umspielten. Später würde sie noch fluchen, dass sie kein Kopftuch umgebunden hatte.

Aufmerksam sah sie die Landschaft vorbeirauschen. Radka konnte und wollte sich nicht länger zurückhalten. An der Innenseite seines Oberschenkels wanderte sie lüstern auf und ab. Der Fahrer steuerte scheinbar ungerührt weiter den Wagen. Sie konnte nicht anders, als sich über die trockenen Lippen zu lecken. Immerhin würde der Fahrtwind meine nasse Spalte trocknen.

Aber Arvid reagierte überhaupt nicht, fuhr ungerührt weiter. Was möchtest du zuerst machen? Wir können ins Mamac, Museum für moderne Kunst. Ich freue mich so. Vor allem darauf, die Nanas zu sehen. Vielleicht gibts die als Souvenir zu kaufen. Du kannst, wenn du möchtest, einkaufen.

Das Museum erwies sich als fantastisch, aber anstrengend, die Altstadt als romantisch. Radka kaufte sich in einem der klitzekleinen Läden einen Ring als Erinnerung, wie sie es immer machte, wenn sie unterwegs war und wenn es ihr irgendwo gut gefiel.

Und die hatte es in sich. Da standen Schaufensterpuppen mit teilweise knallbunter Leder- und Fetischbekleidung, die mehr zeigten als bedeckten. Düster und faszinierend zugleich. Verliebt, wie sie waren, bemerkten sie die zwei Gestalten nicht, die sich bei ihrem Erscheinen schnell zur Seite drehten und interessiert den Inhalt der beiden Schaufenster betrachteten. Arvid wir sind gleich…, du willst doch nicht etwa?

Extra entwickelt für eine kleine Tour im Wasser bei schönem Wetter. Und dann sollten wir vielleicht an der Verwirklichung deiner Fantasie arbeiten. Radka sah ihn verwirrt an.

Die Propeller begannen zu sirren. Sie war mehr als beeindruckt. Arvid wusste den Anblick um so mehr zu schätzen. Den linken Arm lässig auf der Autotür abgelegt, die Hand am Steuer des mit dem Lübecker Holstentores geschmückten Lenkkopfs, begann er vergnügt, vor sich hin zu summen. Seine andere Hand machte einen kleinen Ausflug zwischen Radkas Beine. Schob sich langsam an ihnen hoch in Richtung des so verlockend dargebotenen Schritts.

Seine Finger bewegten sich lüstern unter das Höschen. Den Kopf in den Nacken gelegt, hatte sie längst mit den Wasserspielen aufgehört und genoss die ach so lüsterne Hand zwischen ihren Beinen. Das Ufer zog langsam in einiger Entfernung an ihnen vorbei. Ein paar Schwimmer und Surfer waren unterwegs, aber aus der Distanz kaum auszumachen. Lächelnd drehte sie sich zu Arvid um. Arvid leckte sich unwillkürlich über die Lippen.

Seine Hand, die gerade noch zwischen ihren Beinen gesteckt hatte, wanderte nach oben zu ihren Brüsten. Er rieb einen der Nippel zwischen den Fingern. Genau richtig für eine Hand. Dann glitt sie zu ihm hinüber. Sie öffneten seine Hose und holte sich, worauf sie so einen unbändigen Appetit entwickelt hatte. Ein wenig schwierig war die ganze Aktion, da das Lenkrad die Bewegungsfreiheit einschränkte.

Aber das sollte sie nicht abhalten. Sie liebte das Gefühl der Hingabe an ihn. Ihm lustvoll zu dienen und doch gleichzeitig die Stärkere in diesem Spiel zu sein. Ihn die Macht spüren zu lassen, die sie über seinen Körper hatte. Es mochte abgedroschen klingen. Sein Schwanz war inzwischen knüppelhart. Tief nahm sie ihn in ihren Mund auf, bewegte sich vorsichtig auf und ab. Umspielte ihn mit ihrer Zunge. Kurz schloss er die Augen, dann sah er, wie ihr Kopf sich über ihm bewegte.

Radka hatte sich ganz klein gemacht. Sie versuchte auch weiterhin, für seine Hand erreichbar zu sein, was gar nicht so einfach war. Aber wichtiger war ihr das Gefühl der Hingabe an seine Lust. Sie musste nicht unbedingt einen Höhepunkt erleben. Sein Orgasmus war das Ziel und dem näherte er sich unaufhaltsam. Zu hören und zu fühlen, wie sehr er ihre Bemühungen genoss und wie er nach mehr gierte, das machte sie an.

Versunken in ihrer beider Lust bemerkte Radka, dass Arvid irgendwie abgelenkt schien. Sie hob den Kopf und sah sich neugierig um. In einiger Entfernung schipperte ein Segler vorbei.

Mehrere Männer hinten in der Plicht, die Bierflaschen in der Hand, sahen neugierig zu ihnen und dem merkwürdigen Schwimmgerät hinüber. Kaum war ihr Kopf zu sehen, gingen auch schon die Daumen der Vorbeisegelnden in die Höhe und ein bestätigendes Nicken wurde unter den Herren ausgetauscht. Arvid sammelte offenbar gerade Pluspunkte. Zufrieden grinsend drückte er ihren Kopf wieder nach unten, um ihr kurze Zeit später in einer gewaltigen Explosion seinen Saft in den Mund zu spritzen.

Brav schluckte sie, was er ihr gab. Kein Gebäude war auszumachen. Hast du denn keine Lust mehr? Vor allem mit so einem ulkigen Auto. Da mach dir mal keine Sorge. Möchtest du direkt zurück? Kurz vor dem Camp kenne ich ein schnuckeliges Restaurant. Da können wir was futtern und dann … Sollen wir noch einmal ein paar von den Dehn- und Streckübungen machen. Oder möchtest du gleich von mir gefesselt und genommen werden?

Oder, mir kommt da eine Idee. Zieh das Korsett an. Ich werde dich, noch bevor wir an Land sind, schnüren. Einerseits sein Wasserstandsmelder, anderseits etwas Fremdes. Mit zusammengekniffenen Augen registrierte er diesen Umstand und die ersten Sonnenstrahlen des Tages. Ein rötlicher Rest zierten sie und ein lockeres Wolkenband. Romantisch, aber viel zu zeitig, um aus den Federn zu hüpfen. Also wollte er sich genüsslich auf die Seite drehen und seinen unterbrochenen Traum fortsetzen.

Das Fremde hinderte ihn jedoch vehement daran. Ein fester Griff erinnerte ihn nachdrücklich daran, dass sich in seinem Leben Grundsätzliches geändert hatte.

Rosa gesellte sich frisch geduscht zu den Beiden. Trotz der frühen Stunde huschte dem so Liebkosten ein Lächeln über das Gesicht.

Es beflügelte seine Träume, in denen er gerade zum treuen Gefährten seiner Herrinnen mutierte. In Gedanken leckte er sich bei der einen die Beine hinauf, während die andere ihn und seinen Hintern mit einer Reitpeitsche anfeuerte.

Schmerz und Lust überfiel ihn in gleicher Weise. Plötzlich blieb die Luft weg. Er riss die Augen auf, dass sie riesigen Melonenscheiben glichen. Was er zu sehen bekam, war der ein- und ausladende Hintern Rosas, welchem er schon so oft verstohlen seine Aufmerksamkeit gewidmet hatte. Seine Nase steckte im Schlamassel, luftdicht versenkt in eben diesem Monstrum. Dem Mund erging es, atemtechnisch betrachtet, nicht viel besser. Besetzt mit dem feuchten Schritt seiner Reiterin konnte er ihn zwar öffnen, aber nur um dem drängenden Wippen nachzugeben und vom Nektar zu lecken.

Nicht ohne Wirkung, wie sich zeigte. Lustperlen glänzten an der Spitze, die sie begierig in sich aufsog. Sie nahm es als Signal, die bisherigen Verwöhnorgane durch die hohle Hand zu ersetzen. Das zunehmende Pulsieren übertrug sich auf die Innenfläche.

Es konnte nicht mehr lange dauern, bis sich Robs bestes Stück entladen würde. Dankbar saugte Rob die Atmosphäre in sich ein, pumpte die Lungen reichlich mit Luft. Das entlastete ihn zwar, aber Lea stoppte auch die sonstige Behandlung. Sollte er nun froh sein, dass er wieder atmen durfte? Oder enttäuscht, nicht zum Höhepunkt gelangt zu sein? Er war sich darüber absolut nicht im Klaren. Fakt war nur eins: Sonst mache ich dir Beine. Der frühe Wurm wird gevögelt!

Eine Beule am Hinterkopf inklusive, dank der seinen Zehen bereits sattsam bekannten Türschwelle. Sie entwickelte sich langsam, aber sicher, zu seiner besten Freundin. Die Mädels waren von der Idee eines freien Tages begeistert, zumal der Tag zuvor eine echte Schinderei gewesen war. Klar, man holt sich keinen brasilianischen Superstar nach Möslingen, um Pilze zu sammeln oder Shoppen zu gehen.

So oder so ähnlich dachten wohl alle Aktiven. Wen wundert es da, dass sich am freien Tag die Masse für das Faulenzen entschied? Paula hatte dieses Ausflugsziel vorgeschlagen, und das halbe Team nahm es dankbar an. Eine überschaubare Wegstrecke, gepaart mit der Aussicht, auf geruhsame Stunden, war fast wie das Himmelreich auf Erden. Paula und Maria durchstöberten schon früh am Morgen die Garage des Hausherrn nach einem geeigneten fahrbaren Untersatz.

Leider mussten sie feststellen, nicht die Schnellsten bzw. Cleversten gewesen zu sein. Sie hatten noch die Wahl zwischen einem Pontiac-Van und einem zweisitzigen kleinen Rennstummel englischer Herstellung.

Enttäuscht blickten sie durch die riesige Halle, immer in der Hoffnung, in einer verlassenen Ecke doch noch eine Alternative zu entdecken. Paula hatte sich zuerst gefasst. Sie war es nicht gewohnt, dass man ihr widersprach. Und von Paula schon gar nicht. Sie starrten sich böse an, soweit es das diffuse Garagenlicht ermöglichte.

Es fehlte nur noch das Scharren von Hufen und ein Schnauben der Nüstern. Der bietet Platz für uns alle. Sie kannte die kleinen Tricks und Gemeinheiten ihrer Teamchefin nur zur Genüge.

Um 30 km Job als Fahrdienstleiter musste man sich wirklich nicht streiten. Im Prinzip waren auch alle froh, nicht selbst hinters Steuer zu müssen. Der Vortag hatte viel Kraft gekostet, da wollte man sich nur erholen. Keine halbe Stunde später bevölkerten sie bereits den bis dahin noch menschenleeren Strand. Kein Wunder, war es doch gerade mal 6 Uhr. Die Einheimischen zogen den Swimmingpool oder einen Sprung ins Mittelmeer von Bord der eigenen Jacht vor, und die Touristen pflegten erst nach dem Frühstück einzutrudeln.

Zu beiden Gruppen zählten sie nicht. Nach einem Sonnenbad und kurzer Abkühlung verabredete man sich zum Beachvolleyball. Die Waage des Erfolges neigte sich mal auf diese, mal auf jene Seite. Mit zunehmender Spieldauer wurde es ein verbissen geführtes Match.

Unübliche lange Ballwechsel zeichneten die Partie aus, weil vor allem die Brasilianerin ein ums andere Mal die wuchtigen Angriffsschläge von Lea und Rosa förmlich aus dem tiefen Sand grub. Es war zum Verzweifeln, der entscheidende Punktgewinn wollte einfach nicht gelingen. Der Ball lag kurz hinter dem Netz auf Seiten ihrer Kontrahentinnen. Nach zwei kräftigen Ohrfeigen, die, den erkennungsdienstlich reifen Abdrücken nach zu urteilen, nicht von schlechten Eltern waren, packte sie die total Überraschte an den Nippeln, um sie derart heftig zu quetschen und verdrehen, dass Rosa laut aufschrie.

Der Ball flog über das Netz, ohne dass sich auch nur eine der Spielerinnen bewegte, und schlug im rechten hinteren Eck ein. Den Rest des Tages gingen sich die Fünf aus dem Weg, so gut es nur möglich war. Dazwischen pendelte, zumeist unbeachtet, der Manager.

Gelegentlich versuchte er, das Eis zwischen den beiden Parteien mit einem selbigen zu brechen. Das Verhältnis blieb wie es war, unterkühlt und pleistozänig.

Auf der Rückfahrt herrschte, trotz tropischer Temperaturen, die gleiche Kälte. Maria schwieg beschämt, nur ja keinen neuen Anlass für einen Streit geben wollend.

Und Paula starrte einfach nur aus dem Seitenfenster. Sich vorsätzlich schlafend stellend, versuchte sich der Manager der angespannten Situation zu entziehen.

Vor dem Trainingscamp stieg sie derart heftig in die Eisen, dass der Wagen in einer einzigen Staubwolke stand. Die Fahrertür flog ins Schloss, als gelte es, das Auto dadurch in die Luft zu sprengen. Morgen beim Training gibt es Revanche, da weht ein anderer Wind. Rosa trippelte irgendwie hilflos hinterher.

Maria konnte nur anmerken: Was seid ihr nur für ein komisches Volk? Die Deutschen sind im Grunde einfach nur lächerlich. Lediglich Rob stand da wie bestellt und nicht abgeholt. Was blieb ihm also zu tun? Richtig, er durfte das Pferdchen in den Stall bringen, also den Pontiac zurück in die Garage. Es passte perfekt zu seiner neuen Rolle, der eines Dieners zweier Herrinnen. Er war auf dem Weg zu seiner Betriebsstätte im Nordwesten der italienischen Mittelmeerküste, die er gründete, als die Kapazitäten in Deutschland nicht mehr ausreichten und es die gestiegenen Absatzmengen in Südwesteuropa dringend erforderten.

Wie sein Vater einst mit seinem kleinen Laden, so fühlte auch er sich für die Mitarbeiter verantwortlich und verstand deren Bestrebungen nach allgemein gültigen Regeln nicht. Genauso wie er auch für seine beiden Töchter das Beste geplant hatte. Josefine, oder einfach nur liebevoll Jo gerufen, würde in eine alte, gut angesehene Dynastie einheiraten. Gleichzeitig bereitete er sie, als seine Erstgeborene, mit ihrem Wirtschaftsstudium darauf vor, später einmal die Leitung des gesamten Firmengeflechts zu übernehmen.

Anders sah es mit der um einige Minuten jüngeren Samantha, Sam genannt, aus. Die entwickelte sich nicht ganz wie geplant, hatte ihren eigenen Kopf und wollte sich partout nicht in seine Planungen einbinden lassen. Ganz im Gegenteil flippte sie von einem Studium zum nächsten. Ein Lebensplan irrationaler als der andere, neigte sie dazu, ihm auch noch Vorwürfe zu machen, wenn etwas nicht so lief, wie sie sich das gedacht hatte.

Eigentlich sollte es ihm jetzt besser gehen, so dachte er, da er seine Kinder doch ein wenig angeschlagen, aber körperlich heil, zurückbekommen hatte. Aber die Entführung der Beiden kam ihm erst jetzt so richtig zu Bewusstsein. Die schlimmsten Stunden seines Lebens hatte er durchlitten, nachdem er die so harmlos aussehende CD, die auf seinem Schreibtisch im Arbeitszimmer platziert worden war, angesehen hatte.

Durch die unausgesprochene Drohung war ihm die Gefährlichkeit seiner Geschäftspartner erst so richtig bewusst geworden. Entsetzt musste er mit ansehen, wie seine beiden Töchter gequält wurden. Die eigene Hilflosigkeit, einen Macher, der bisher immer alles im Griff hatte, erschütterte ihn bis ins Mark. Spontan nahm er den nächsten Abzweig von der Autobahn und fuhr zurück zur Villa, die er mit den Beiden bewohnte. Er traf seine Töchter in Samanthas durchgestyltem Wohnbereich an.

Sie sahen einander an und fielen sich ohne Verabredung in die Arme. Samantha war es, die seinen Entschluss zur Firma zu fahren, für den heutigen Tag ins Wanken brachte. Das Ding wäre uns damals fast noch in die Schlucht gekullert. Mit ihrer Fröhlichkeit hatte sie ihn immer angesteckt und aus dem ganzen Berufsschlamassel herausholen können. Und diese Fröhlichkeit war wohl auch Schuld, dass sie damals so unvermittelt verschwunden war.

Die Zwillinge wussten noch heute nicht die Wahrheit, dass ihre Mutter sich einfach aus dem Staub gemacht hatte. Es war ihm unmöglich gewesen, den Kindern die Wahrheit zu sagen.

Alle Drei wussten, dass es sich um das Überredungseis für Wohlverhalten handelte, das die Kinder nach Ausflügen oft bekommen hatten. Samantha hoffte im Stillen, den Alten in sentimentale Stimmung versetzt, besser ausquetschen zu können. Die Schlossruine war inzwischen keine mehr, auf dem Anwesen fanden umfangreiche Renovierungsarbeiten statt.

Um Gäste anzulocken, war ein Teil der Anlage an den Betreiber einer Greifvogelshow vermietet, der von dem rustikalen Ambiente profitieren wollte. Kaum angelangt, fanden sie sich auch schon inmitten der Show wieder. Hagen, der die Viecher nicht leiden konnte, versuchte jeglichem noch so wohl gemeinten Kontakt von Seiten des Dompteurs aus dem Weg zu gehen.

Die Greifvögel sahen das merkwürdigerweise ganz anders. Sie schienen es, aus nur ihnen selbst bekannten Gründen, auf ihn abgesehen zu haben. Einige Möslinger waren überraschend auch anwesend und bewunderten die Vorführung. Josefine schien die ganze Situation immer schwerer zu ertragen. Zur Ruhe gekommen, nichts zu tun, drifteten ihre Gedanken mehrmals ab.

Die Entführung trat wieder in den Vordergrund. Ihr so sicher eingebettetes Leben war aus den Fugen geraten. Sie erhob sich, um eine Weile für sich zu sein, und schlenderte durch den noch im Bau befindlichen Teil der ehemaligen Ruine, in Gedanken an die schrecklichen Stunden, die hinter ihr lagen.

Die Entführung, die Quälerei der Trinkfolter, mit verbundenen Augen. Sie meinte, noch den Sack auf der Haut zu spüren. Später die Seile, die sich tief in die Mundwinkel schnitten. Ihr Herz schlug anfangs, als hätte sie ganz allein eine Espressobar geleert. Dann war sie in einen Zustand dunkler Apathie geglitten. Am Schlimmsten war aber die Ungewissheit darüber gewesen, was mit ihnen geschehen sollte.

Sie hatte keine Erklärung gefunden. So reich war ihr Vater nicht, dass sich eine Entführung gelohnt hätte. Es musste etwas Anderes dahinter stecken. Sie konnte sich aber keinen Reim darauf machen, worum es ging. Demütigend, als sie nicht anders konnte, vor sich hin zu pinkeln. Immerhin hatte sie versucht, ein wenig abzurücken. Trotzdem konnte sie es nicht verhindern, sich zu beschmutzen.

Das war so megapeinlich. Hinzu kam die Ungewissheit darüber, was weiter passieren würde, das Warten während nichts und darauf, dass etwas geschah. Und dann die Angst, als es wirklich losging. Noch nie in ihrem Leben hatte sie sich so geschämt.

Geschämt für ihre egoistische Unfähigkeit. Ihre Entführer hatten sie mit sich geschleift. Wohin, stellte sich erst später heraus. Panische Angst hatte sie fast bewegungsunfähig gemacht, ganz im Gegensatz zu ihrer Schwester, die sich offenbar ziemlich wehrte, wie sie der Flucherei entnehmen konnte.

Als sie dann entkleidet und positioniert wurden, hoffte sie, das wäre Alles gewesen. Aber einer von denen fing an, Sam zu foltern. Sie schämte sich im Nachhinein entsetzlich dafür, froh gewesen zu sein, dass es nicht sie erwischt hatte.

Und sie schämte sich noch mehr, dass sie darum bettelte, sie mögen aufhören. Ein Mal würde doch reichen. Trotzdem hatte auch sie leiden müssen. Die Schmerzen waren schnell vorbei gegangen, aber das Gefühl der Scham war bis heute geblieben.

Da half es auch nicht, dass der eine der Entführer sich hinterher so besonders liebevoll brutal um sie kümmerte. Noch mehr verwirrte sie, wie sehr sie diese sexuelle Hilflosigkeit anmachte. Dadurch wurde ihr mehr Lust beschert, als je zuvor in ihrem Leben. Ob das jetzt immer so bleiben würde?

So in ihre Gedanken vertieft, stand sie plötzlich in einem Teil des baufälligen Gebäudes, der geradezu vor Metallstützen wimmelte. Sie wollte sich abwenden, da spürte sie jemanden hinter sich. Eine allzu vertraute Stimme raunte ihr zu. Diesen Klang würde sie nie vergessen. Josefine konnte es kaum fassen. Der Mann, der ihr solche Angst und qualvolle Lust bereitet hatte, stand jetzt hinter ihr und begann sie am ganzen Körper zu streicheln.

Sie zitterte gleichzeitig vor Angst und Lust. Es war so irrational … und so geil. Die Augen geschlossen, gab sie sich ganz ihren widerstrebenden Empfindungen hin. Er drehte sie zu sich herum, hob ihre Arme nach oben und befestigte sie hinter der Stütze, an der sie lehnte. Hin und her gerissen, tat sie es dann dennoch, um ihren Entführer endlich zu sehen.

Alles an ihm erschien ihr dunkel - Haare, Haut, Augen. Hell blitzten seine Zähne, als er den Mund zu einem lüsternen Grinsen öffnete. Er sah bei weitem nicht so gut aus wie ihr Verlobter und zukünftiger Ehemann.

Der Adelige, von dem sich ihr Vater den Beginn einer kleinen Dynastie versprach. Der Mann, der sie jetzt ansah, war sich voll und ganz im Klaren darüber, in welche Gefahr er sich begab. Das war ihm in seiner gesamten beruflichen Laufbahn noch nicht begegnet. Noch nie hatte er sich ernsthaft mit einer Gefangenen eingelassen.

Mehr aber war nicht drin, wollte er nicht seine Reputation verlieren. Und wo war schon der Unterschied zwischen dem einen und dem anderen Loch auf zwei Beinen? Die Weiber waren doch im Prinzip alle gleich. Ganz nützlich für die Entspannung, mehr jedoch nicht. Da konnte er mit seiner Partnerin wesentlich mehr anfangen. Auf die war Verlass. Sehr wichtig in seinem Beruf. Aber wie bei allem, ging er auch in diesem Fall kompromisslos vor. Er wollte die Frau, er nahm sie sich, egal was daraus resultierte.

Ihre lustvolle Reaktion auf seine latente Gewalt war ihm natürlich nicht entgangen. Allein seine Stimme erzeugte in ihr einen Rausch von Lust. Jo wand sich an der Stange. Die Arme über ihrem Kopf sanken ein Stück abwärts. Sie sahen sich lange in die Augen.

Seine Hände waren überall. Den Slip unter ihrem Kleid zerriss er, hob ihre Beine um seine Hüften und drang ohne weiteres Überlegen zügig in sie ein. Mit ihrer unbändigen Leidenschaft hatte er allerdings nicht gerechnet und wäre fast gekommen, sie bewegte sich wild und willig. Jo realisierte erst jetzt so richtig, dass sie an eine der Stützen gefesselt war. Das Gewölbe kann einstürzen, wenn du nicht aufpasst.

Josefine kam sich blöd vor. Nachdem sie fast zeitgleich gekommen waren, fragte sie ihn doch tatsächlich, ob sie sich wiedersehen würden. Er küsste sie tief und heftig, während er ihre Fesseln durchschnitt, und verschwand dann achselzuckend. Nur mühsam kehrte sie in das Hier und Jetzt zurück, sich immer noch fragend, was das nun zu bedeuten hatte.

Auch Samantha hatte es nicht länger auf ihrem Platz gehalten. Angesichts der Menschenmassen ging es ihr ähnlich wie ihrer Schwester Josefine. Durch die Anlage schlendernd, entdeckte sie unterhalb des Schlosses einen kleinen Bachlauf.

Von innerer Unruhe gequält, setzte sie sich auf einen der Steine, die Beine eng an den Körper gezogen. Wieder und wieder beschäftigte sie sich mit den Ereignissen, die ihr mehr zugesetzt hatten, als sie zugeben wollte. Die Hilflosigkeit war das Schlimmste. Immer wieder fragte sie sich, was sie hätte anders machen können.

Die Folter, na gut, irgendwann hatten sie diesen Teil hinter sich bringen müssen. Die Demütigung, als sie sich zum Schluss noch bedanken musste, das war wirklich schlimm. Sie war zwar von Angst zerfressen gewesen, aber sie kochte auch vor Wut. Die Entführung war grässlich, aber rationales Überlegen sagte ihr, dass sie wohl nicht getötet werden sollten. Sie waren Mittel zum Zweck. Damit konnte sie leben. Dem Willen dieser zwei Idioten unterworfen, diese verdammte Wasserfolter über sich ergehen zu lassen, nur damit sie sich bepissen mussten.

Innerlich in Rage, war sie sich trotzdem immer sicher gewesen zu überleben. Deshalb glühte sie auch jetzt noch vor Wut. Wirklich erschütternd war die Sache mit der Frau. Sie war doch nicht pervers. Dieses Weib hatte eine Seite in ihr zum Klingen gebracht, von der sie nicht wusste, dass sie existierte.

Noch nie war sie mit einer Frau zusammen gewesen. Stattdessen reagierte sie irrational, wie ein Schwanz gesteuerter Mann. Mit diesen Überlegungen hatte sie sich auf dem Stein, dem stillen Eckchen, das sie gefunden hatte, niedergelassen und entspannte langsam. Ein Schatten legte sich über sie. Langsam, etwas genervt, öffnete Sam die Augen. Über ihr, ohne dass sie dies registriert hätte, stand eine kleine, dünne Frau, die vor Energie geradezu vibrierte.

Sam bewegte den Oberkörper instinktiv nach vorn. Pandora ergriff ihre Handgelenke und nagelte sie auf den Stein, mit einer Kraft die Sam ihr nie zugetraut hätte. Lass mich sofort los, du blöde Schlampe. Was ihrer Gegnerin aber nur ein müdes Lächeln entlockte. Sie fixierte Sams übereinander gelegte Hände mit einem Griff.

Die andere Hand wanderte ungeniert über ihren Körper. Sie leckte und knabberte genüsslich an Gesicht und Hals entlang, wanderte mit den Lippen weiter bis zu Sams Mund und zwang ihr einen irrsinnig intensiven Kuss auf.

Sams Becken entwickelte ein Eigenleben, war jeglicher Kontrolle beraubt. Den harten Stein bemerkten die beiden in ihrer Ekstase nicht mehr. Sie sahen und hörten nichts um sich herum, waren nur noch ein Fühlen und Handeln. Später, total erschöpft, konnte Sam zum ersten Mal Pandora in aller Ruhe betrachten.

Was willst du von mir? Ehrlich, ich habe versucht, dich zu vergessen, aber die paar Stunden mit dir im Keller, das war einfach geil. Und du musst zugeben, es hat dir auch gefallen. Das kann einfach nicht sein. Offenbar hab ich in dir Dinge geweckt, wie du in mir, die sich nicht mehr unterdrücken oder rückgängig machen lassen. Ich will das nicht. Schon gar nicht als unterlegenes, armes, gefoltertes Opfer. Betrachte es als Spielerei. Lass es einfach zu. Wie soll das denn gehen, wir zwei?

Samantha brauchte Zeit, sich zu beruhigen. Dann machte sie sich auf die Suche nach Jo und ihrem Vater. Zu blöd, sie hatte die Gelegenheit verpasst, nach dem Grund der Entführung zu fragen.

Sie ärgerte sich über sich selbst. Aber vielleicht konnte sie dem Alten ja doch noch ein paar Informationen aus dem Kreuz leiern. Jetzt musste sie erst einmal Jo und ihren Vater finden. Ersteres ging recht leicht. Fehlte nur noch Hagen, den sie bei der Show zurück gelassen hatten. Da hörten sie auch schon aus einer Richtung aufgeregtes Geschrei.

Hagen war zum Aussichtspunkt gegangen. Ganz in der Nähe hatten sie damals den Stein deponiert, den sie immer mal wieder im Laufe eines Spaziergangs besuchten. Dieser, vorher etwas vom Schluchtrand entfernt, war offenbar auf Grund der Bauarbeiten einige Meter in die Tiefe gestürzt. Dabei hatte er den lose bröckelnden Boden nicht beachtet und war kopfüber nach unten gepurzelt.

Sein Glück war ein alter, kahler Baum, der aber noch tief verwurzelt im Gestein steckte. Wie er es geschafft hatte, seine Hosenträger um einen der Äste zu wickeln, konnte nie wirklich geklärt werden.

Tatsache war, dass er etwas hilflos in einer Art Bungeejumping an dem Ast hing und verzweifelt versuchte, mit den Beinen den Stamm zu umfangen. Ein ums andere Mal vergeblich.

So pendelte er auf und nieder, unterstützt durch die auf seinen imposanten Umfang einwirkende Gravitation und die Zugkraft der Hosenbänder. Letztendlich gelang es ihm doch. Mit letzter Kraft hielt er sich fest und wartete auf die Rettungsaktion, die auch umgehend eingeleitet wurde.

Schnell hatten sich ein paar Befestigungsgurte und Seile gefunden, aus denen eine rucksackähnliche Halterung zusammengeknotet wurde, mit deren und einiger umstehender männlicher Touristen Hilfe man ihn gekonnt wieder an Land zog. Aufgeregt zwitschernde Vögel umsegelten das Schauspiel.

Was vor allem die Kinder in Begeisterungstürme versetzte. Das nachfolgende gemütliche Essen in einem kleinen Restaurant geriet zu einem denkwürdigen Mahl, an dem noch einmal die ganze ausgestandene Todesangst, sowohl der Zwillinge als auch Hagens, zur Sprache kamen.

Bewegt von den geteilten Gefühlen lagen sie sich in den Armen. So einig, wie schon lange nicht mehr. Doc war ein Langschläfer.

Erst zur Mittagsstunde, als alle Anderen längst auf Tour waren, trieb es ihn hinaus. Ganz im Gegensatz zum Earl.

Der war schon am frühen Morgen auf Inspektionsrunde in die Weinberge unterwegs gewesen, hatte ausgiebig gefrühstückt und schickte sich nun an, seinerseits einen kleinen Ausflug zu unternehmen. Sein gewohnt ausladender Schritt führte ihn vom Hauptgebäude hinüber zum Garagentrakt. Mit lautem Quietschen öffnete er die schwere Stahltür an der Giebelseite des Gebäudes. Dann sah er die Bescherung. Die Halle war wie leer gefegt.

Sein Angebot hatte demzufolge regen Zuspruch gefunden. Lediglich zwei Karossen erblickten seine Augen noch, die das Schild "Reserviert" hinter der Windschutzscheibe zierten. Ein sportlicher Infinity und sein liebstes Stück, eine uralte Ente in knalligem Zitronengelb. Gut, dass er sich wenigstens die Option auf diese beiden Fahrzeuge gesichert hatte.

Er verspürte keine Lust auf Highspeed und steuerte deswegen schnurstracks seinen Liebling an. Ohnehin hatte er den kleinen Franzosen schon eine Ewigkeit vernachlässigt. Dann zwängte er seine nahezu zwei Meter hinter das Lenkrad. Der Zündschlüssel drehte sich im Schloss und der altersschwache Motor zeigte sichtlich Freude daran. In Schuss waren all seine Sammlerstücke, in der Beziehung lobte er sich seinen Mechaniker.

Ein aufheulendes Geräusch füllte die Garage, das Tor bewegte sich nach oben und gab ferngesteuert den Weg frei. Gequetscht wie eine Ölsardine in der Büchse, war es gar nicht so einfach, rechtzeitig das Bremspedal zu drücken. Irgendwie gelang ihm dieses Kunststück aber dann doch. Es fehlte nicht viel und sein Ausflug wäre beendet gewesen, bevor er richtig begonnen hätte. Der Earl schüttelte nur ungläubig den Kopf. Die gemütliche Zuckelei seines Gefährts beruhigte ihn jedoch alsbald.

Er genoss die herrliche Aussicht hinaus aufs blaue Meer, so manche Lagune durchbrach diese idyllische Monotonie in sattem Grün. Er zog aus gutem Grund die zeitraubende Fahrt entlang der Küste der Blechlawine auf der Autobahn vor. Die allenthalben vorhandene Hektik der Welt war ihm suspekt. Zähneknirschend musste sich der Fahrer von einigen druckfrischen Banknoten trennen.

Dem Earl konnte es egal sein. Sein einziger Gedanke war: Selten war sich ein Volk so einig. Zielgerichtet steuerte der Fahrer das Stadtzentrum an.

Er hatte von einem neu eröffneten Modegeschäft der besonderen Art gehört, dem er seine Aufwartung machen wollte. Parkplatzsuche stellt mit einer Ente kein wirkliches Problem dar, aber Pettington zog die Tiefgarage eines Parkhauses vor. Das lästige Aufheizen des Wageninneren konnte so weitestgehend vermieden werden. Die Ente tuckerte auf der Suche nach einem freien Stellplatz durch die Parkreihen.

Als sie an der nächsten Biegung endlich einen entdeckte, quietschte sie fast vor Vergnügen und steuerte geradewegs freudig erregt darauf zu. Die Unmutslaute der Karosse deckten sich nahezu mit denen des Earl. Er kochte innerlich einem englischen Adligen angemessen würdevoll vor Wut.

Der kleine Einblick in die üblichen Höflichkeitsfloskeln des englischen Hochadels sollte vorerst genügen, um sich in Gegenwart von Vertretern dieser Spezies nicht zu blamieren. Mit breitem Grinsen und sichtlich erfreut über den Sieg der Gemeinheit gegen gepflegte Umgangsformen entstieg der Doc dem Leihwagen von Gnaden und stolzierte wie ein Albinopfau an den Verlierern vorbei.

Natürlich nicht, ohne sich mit aller gebotenen Arroganz einen kurzen Seitenblick und —hieb zu gönnen.





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Anfragen, Nachfragen, zögerliche Outings und immer wieder die Bitte um ein ausführlicheres Gespräch folgten fast ohne Unterbrechung aufeinander. Und so ging es über alle drei Tage. Das Ergebnis in Zusammenfassung: Das sind 12 pro Stunde!

Eins der spektakulärsten Feedbacks kam fast ganz am Ende der Veranstaltung. Ein Mensch der Zentralen Messeleitung kam bei uns vorbei, um sich unseren Stand einmal mit eigenen Augen anzusehen. Denn nach uns seien bei den Info-Punkten auf dem Messegelände mit Abstand die allermeisten Anfragen eingegangen. Das konnte er uns nicht versprechen — stellte uns jedoch die Statistik des Kirchentags in Aussicht. Ach ja, die Presse: Nachdem Stephan schon im Vorfeld einem Reporter der Hannoverschen Neuen Presse Rede und Antwort gestanden hatte und die prompt einen immerhin 4-spaltigen Artikel über uns gebracht hatten, konnten die anderen dahinter nicht zurückstehen: Ein anderes Ergebnis war die Wirkung nach innen.

Das allgemeine Wohlwollen, die akzeptierende und offene Stimmung auf dem Kirchentag haben alle, auch die nicht unmittelbar am Stand Beteiligten, nicht nur getragen, sondern wohl auch beflügelt und ermutigt zu weiteren Schritten in die Öffentlichkeit — wenigstens beim Nächsten Kirchentag oder auch schon beim Katholikentag in Saarbrücken Ich hatte bestenfalls auf relatives Desinteresse und ein paar gute Gespräche getippt — und die Teilnahme an sich wäre ja auch schon von erheblichem Wert gewesen.

So wollten viele einfach wissen, was denn wirklich bei SM passiert, jenseits von Talkshow und Tabubruch, ob es wirklich weh tut, ob das nicht doch Gewalt ist und zerstörerisch werden kann — und immer wieder, wie wir das mit unserem christlichen Glauben vereinbaren. Zum Glück hatten wir uns schon in der Vorbereitung verständigt, solche Fragen sehr ernst zu nehmen, ehrlich zu antworten und weder zu missionieren noch uns zu Rechtfertigungen verleiten zu lassen.

Das schönste Kompliment war vielleicht der Satz aus einer Mail: Vielleicht lag ja darin überhaupt das Geheimnis dieser drei Tage. Neu ist das stark gewachsene Angebot an Fetischkleidung und Schuhen. Durch den Zusammenschluss mit dem Fetishuniverse Mailorder besteht auch die Möglichkeit, kurzfristig auf ein riesiges Lagersortiment zuzugreifen und Lieferzeiten für nicht lagernde Artikel drastisch zu minimieren.

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Auch wenn der Schwerpunkt weiterhin beim direkten Gespräch mit dem Kunden im Laden liegen soll, kann man dann auch mal bequem zu Hause stöbern und den nächsten Besuch bei No Respect planen. Ich entdecke in mir die Eigenschaft des Tabubrechers. Dadurch fühlen sich dann einige bedroht, was zur Ausgrenzung von Tabubrechern führt.

Wenn ich Tabus anspreche, dann allerdings nicht aus Bösartigkeit, sondern weil ich finde, dass manches Tabu den mündigen, aufgeklärten Umgang mit der tabuisierten Sache behindert.

Ich will bei andern Horizonte erweitern, so wie die Akzeptanz meiner Sexualität meinen Horizont erweiterte. Zuerst versuchte ich das mit Sexualität, indem ich mich in meinem Umfeld freizügig zu meiner SM-Neigung bekannte: Ich hatte mein Coming-out — ziemlich umfassend sogar, unter anderem beim kirchlichen Arbeitgeber. Aber es wurde mir auf die Schulter geklopft, u. Also versuch ich es mal andersherum, mal sehen, ob es mir diesmal gelingt — Maso bin ich ja.

Ich bekenne mich hiermit lautstark dazu, Partys zu meiden. Obwohl die doch dazugehören in der SM-Szene. Und ich behalte mir vor, wenn ich das Bedürfnis nach intensiverer Beteiligung danach habe, diesem nachzugehen. Insgesamt habe ich hier mein Coming-out als einer, der auf sich hören will. Und gleichzeitig will ich Öffentlichkeitsarbeit für die gesellschaftliche Akzeptanz von SM zu betreiben.

Mir scheint, als wäre die Partyfraktion der Öffentlichkeit gegenüber eher abgeneigt. Was soll die auch mitbekommen, was andere so treiben; Subkultur als Schutzraum — ist gerechtfertigt, finde ich dann doch. Wenn gemeinsam oder in Gruppen, bzw. Auch in Ordnung, finde ich, für diejenigen, denen es gefällt, warum nicht. Sachlich falsch ist jedenfalls die Gleichsetzung des Bedürfnisses nach SM mit dem Bedürfnis, SM-Swingerpartys zu besuchen; genauso falsch wäre es ja auch, vanilla-sexuell veranlagte Menschen mit Vanilla-Swingerpartybesuchern gleichzusetzen.

Ich habe den Eindruck, wir sollten trennen. Was wäre, wenn SM nicht mehr oder nicht weniger salonfähig wäre als die angeblich so normale Sexualität? Subkulturen brechen ja in der Regel in sich zusammen, wenn es keinen Bedarf mehr für diesen Schutzraum gibt.

Accessoires bleiben als Modeerscheinung übrig und vielleicht Aber das Ganze bricht noch kein Tabu. Jetzt wurde ich aber neulich mit der Aussage konfrontiert, mein Wunsch, SM gesellschaftsfähig zu machen, wäre mit Vernunft nicht ganz nachzuvollziehen.

Und um endlich meinen Tabubruch zu begehen, will ich mal meine Gedanken spielen lassen und mir das Allerheiligste betrachten: Wäre es nicht denkbar, dass viele Leute in der Szene diese Ansicht teilen, weil für sie SMer zu sein und auf Partys zu gehen einfach das Gleiche ist?

In diesem Fall — alles nur Vermutungen — wäre es allerdings plausibel, dass sie sich unauffällig nur selbst überwinden, um ihre Lüste auszuleben kann ja trotzdem toll sein , ihre Selbstzweifel ausblenden, aber mit ihnen eben auch alle Skrupel — denn Skrupel sind es ja, die sie an sich selbst, an ihrer Sexualität zweifeln lassen. Dadurch verlieren sie das Gefühl für die eigene Intimität und das Schamgefühl, sodass sie sich schlichtweg nur in der Subkultur zu ihrer Neigung bekennen können.

SM wird so aber wohl kaum ins Leben integriert, sondern ins Doppelleben geschoben, von dem niemand was wissen darf. Statt sich auf die Gesellschaft zu zu bewegen, bewegen die Leute sich von der Gesellschaft weg: Verinselung nennen das die Soziologen, glaube ich. Jeder darf machen, was er will, solange er seinen Nachbarn nicht damit stört sodass dieser sich damit auseinandersetzen muss.

Niemand muss es wissen, aber Begegnung nimmt ab. Mit Leuten, die sich im tiefsten Innern eben doch als abartig, vielleicht krank, nicht gesellschaftsfähig, mit diskriminierten, inakzeptablen Neigungen behaftet empfinden, lässt sich allerdings schwer gesellschaftliche Akzeptanz anstreben.

Denn mit so etwas traut man sich nicht heraus, gestaltet dann seine Homepages besonders grell, provokativ und bunt, weil die, die den Weg zu anderen SMern — in die Szene — suchen, finden und dazugehören sollen, sind ja am besten die, die sich auch irgendwie abartig finden Alle andern würden nur dumme? Klar, dass man sich so eher von der Gesellschaft wegbewegt und sich selbst ausgrenzt.

Dabei fordere ich nicht gesellschaftliche Anpassung um jeden Preis. Gerade als Christ geht es mir darum, dass jeder zu einem Lebensstil findet, der ihm und seinen Bedürfnissen entspricht. Nur fürchte ich, dass mancher sich blenden lässt und den einzig möglichen Freiraum in der Subkultur findet.

In der kollektiven Opferrolle die anderen verstehen uns SMer ja nicht kann er sich einerseits entfalten, verliert aber das Gespür dafür, wonach er sich wirklich sehnt, was er eigentlich will. Der Gesprächskreis SundMehr ist für mich so ein Projekt, mit dem ich versuche, andere an meinen positiven Erfahrungen mit SM im gesellschaftlichen Kontext teilhaben zu lassen: Möglichst oft lade ich einen Vanilla ein, der was zu sagen hat und das Vorurteil, dass SM inakzeptabel ist, allein durch seine Anwesenheit widerlegt.

Sich so raus zutrauen und aufklärende Öffentlichkeitsarbeit machen, begeistert mich: Akzeptanz erlebe ich ja eben täglich von Kollegen, Nachbarn, Kirche etc. Im Kleinen ist es mir also gelungen — irgendwas scheine ich also richtig zu machen Ich bin also wieder nicht durch diesen Tabubruch ausgegrenzt worden?

Umso besser, denn irgendwie käme mir das auch wieder ziemlich wenig einvernehmlich vor, würde daher auch meiner sexuell-masochistischen Neigung widersprechen. Dann also zur Belohnung der Nachsatz: Ich will nicht alle Leute, die mal oder oft auf Partys gehen, der insgeheimen Verklemmtheit bezichtigen. Mir geht es um die Hinterfragung derjenigen, die für Partys sehr offen, gegenüber Öffentlichkeitsarbeit aber sehr skeptisch sind und als angstvolle Bremser in Erscheinung treten.

Auf dem diesjährigen Wave-Gotik-Treffen in Leipzig hatten wir beide die Möglichkeit, bei den vielen Platten-Labels vorbeizuschauen, um die Schlagzeilen vorzustellen und neue Kontakte zu knüpfen. Was ihr auch sicher schon bemerkt habt in meinen Rezensionen; diese Stile habe ich sträflich vernachlässigt.

Aber wie soll ich eine CD besprechen, die ich nicht gerne hören mag, sich beim Hören auch keine Phantasien entwickeln und zu der ich nur unter Zwang!! Andererseits wird zu meinen hier besprochenen CDs manch einer ein Gähnen nicht unterdrücken können mit dem Kommentar: Es gibt Mittelalter-Feten in Kellern und auf Burgruinen, es suchen Inquisitoren per Anzeige oder bei uns am Telefon nach folterwilligen Hexen, und die Idee, mit einer Gruppe von Freunden zu einem netten Mittelalter-Event zu fahren und dort ein bisschen authentischer, d.

SM-iger aufzutreten, findet viel Anklang. Genau für alle diese Gelegenheiten gibt es jetzt hier etwas auf die Ohren. Schon früher hatte ich euch die ersten Miroque-Sampler ausgewählt.

Die ersten sieben sind inzwischen ausverkauft. Glücklich und zufrieden kehrten die Möslinger mit ihren diversen Einkäufen von einem gelungenen Ausflug in die Umgebung zurück. Auch der Earl war froh, dass alle fahrbaren Untersätze wieder heil zu Hause eingetroffen waren. Hagen, nach einem unerwarteten Versuch in Bungeejumping nur knapp mit dem Leben davon gekommen und immer noch wegen der Entführung der Zwillinge etwas aus dem Tritt, hielt dieser mentalen Überforderung nicht länger stand.

Er beschloss zur Feier seines Überlebens und der unbeschädigten Rückkehr der Zwillinge, ein Essen für die Leistungsträger des Vereins zu geben. Anlässlich dieses Essens plante er, das Leben seiner beiden Töchter endlich in die richtigen Bahnen zu lenken. Josefine, die Erstgeborene und designierte Nachfolgerin in seinem Firmenkonglomerat war mit dem recht attraktiven und vor allem recht adeligen Earl, Besitzer des Trainingscamps und diverser Weinberge, verlobt.

Vielleicht konnte er mit ein bisschen Nachhilfe die zwei endlich dazu kriegen, den Hochzeitstermin festzulegen. Bei seiner konservativen Tochter doch eher eine Formalie. Die Zweite, sein Sorgenkind Samantha, hoffte er endlich mit Rob zu verheiraten.

Diesem attraktiven Mann der die Weiber um den Finger wickeln konnte. Genau das brauchte seine Tochter. Vielleicht war Sam nach den erschütternden Erlebnissen endlich bereit, ihr flippiges Leben aufzugeben.

Wenn er diese zwei Probleme gelöst hatte, dann konnte er sich endlich mit dem eigenen Lebensabend beschäftigen. Vielleicht wäre dann, nach dem jahrelangen Verzicht, endlich auch wieder ein wenig privates Glück für ihn drin.

Um die Situation zu entspannen und gleichzeitig den richtigen gesellschaftlichen Rahmen zu schaffen, der seinen Kindern den Rückzug unmöglich machen würde, hatte er mit Absicht diese Reporterin eingeladen.

Die, der Himmel mochte sein Vorhaben unterstützen, die Gesellschaftskolumne mit den richtigen Nachrichten bestücken würde, späterer Rückzug unmöglich. Trainer und Doc bat er hinzu, damit die gesellschaftliche Form gewahrt blieb. Die Gäste trudelten langsam ein. Zwei eigens engagierte Servicekräfte servierten Aperitifs, die frostigen Unsicherheiten des ersten Zusammentreffens aufzulockern.

Doc, der sich immer noch von den Peinlichkeiten des Zusammentreffens mit dem Earl erholte, traf als Letzter ein. Da war die Sitzordnung längst bestimmt.

Ihm gegenüber war Arvid in Stellung gegangen mit Radka auf der einen Seite und dem letzten freien Platz für den Doc auf der anderen. Er landete ausgerechnet neben dem Earl. Was beiden sichtlich unangenehm war. Hagen klopfte an sein Glas. Wie Sie ja wohl inzwischen mitbekommen haben, bin ich beim Ausflug nur knapp dem Tod entkommen. Zumindest hat es sich für mich so angefühlt.

Und deshalb habe ich heute einfach einmal das Bedürfnis, mit meinen Lieben, Freunden und Bekannten ein wenig zu feiern. Wir haben doch noch jede Menge Zeit.

Es wäre schon schön, wenn ihr endlich in geordneten Verhältnissen leben würdet. Warum konnte sich diese dumme Kuh nicht endlich entscheiden? Er hatte die Nase voll von dieser beschissenen Hinhaltetaktik.

Er brauchte die Kleine, um an das Geld des Alten zu kommen. Mal ganz abgesehen von dem gesellschaftlichen Prestige, die er mit der Stellung erwerben würde. Gut, dass Gedankenlesen noch nicht erfunden war. Seine Beweggründe, Josefine den Hof zu machen, waren durchaus zweifelhafter Natur. Er nahm ihre Hand und drückte galant einen Kuss darauf. Sogar einen verliebten Blick brachte er zustande. Der Doc, der bisher still zugesehen hatte, blickte erstaunt in Richtung Earl.

Ob der nur die Fassade aufrechterhalten wollte? Sein Eindruck war ein ganz anderer gewesen, wunderte er sich. Heute kann doch jeder jeden heiraten, egal ob Mann oder Frau. Demnächst werden, wenn das so weiter geht, noch Wellensittiche kirchlich getraut. Aber leider ein leckerer, mit offenbar denselben Interessen wie ich. Radka warf Arvid einen verliebten Blick zu. Aber ein bisschen mit Arvid herumfrotzeln war wirklich amüsant. Der zweite Gang wurde serviert.

Allgemeines Gemurmel über die Qualität der soeben genossenen Vorspeise machte sich breit. Mitten hinein platzte ein lautes, enervierendes Klingelgeräusch, ähnlich dem eines altmodischen Telefons. Neugierige Blicke zur Geräuschquelle. Rob, halb vom Stuhl gerissen, griff in die Hosentasche und holte das Corpus Delicti hervor. Irritiert schob er das Handy unter den erwartungsvollen Blicken der Gäste wieder in die Tasche.

Sie hatte keinen Bock, sich mit Hagen über Enkelkinder zu unterhalten. Ach, wenn doch der Earl nur irgendwie anderweitig interessiert wäre. Ihr inzwischen erlahmtes Interesse, das mehr ihrem Vater geschuldet war, hatte sich nach den Begegnungen mit Viktor endlich in Luft aufgelöst. Sie wollte den Mann nicht mehr. Jetzt schon gar nicht. Der Hauptgang wurde serviert.

Wieder platzte das laute Klingeln in die Runde. Rob lief rot an. Schon wieder dieses Mistweib? Der Ton war aber auch wirklich zu laut. Das haben wir Beide nicht nötig. Da hatte sie offenbar einen ergiebigen Nerv getroffen. Sie sollte so weitermachen. Auch Jo hörte interessiert zu. Als er sie aufhob, sah er ein paar haarige, durchaus wohlgeformte Männerbeine aus der kurzen Hose neben sich herausschauen. Seine Hand wanderte zu der verlockenden dunklen Öffnung, die sich ihm bot.

Nur kurz, ganz beiläufig. Während er oberhalb des Tisches, sowie der Gürtellinie, gebannt dem Gespräch lauschte. Er grinste in sich hinein. Der Earl wurde ob der zarten Berührung etwas zappelig, verzog aber keine Miene.

Sam und Rob waren weiterhin in ihre Zankerei vertieft. Jo hörte interessiert zu und überlegte, wie sie aus der Situation Gewinn schlagen konnte. Aber so einfach wie Rob war der Earl nicht zu kriegen.

Er hatte eindeutig mehr Benehmen. Sie würde das wohl doch in den nächsten Tagen in einem persönlichen Gespräch klären müssen. Sie wusste nicht, wann und ob sie Viktor wiedersehen würde. Aber eine Beziehung wie mit dem Earl konnte sie nicht mehr führen. Inzwischen waren sie alle beim Nachtisch angelangt.

Da platzte Viola in das Essen. Die Sekretärin von Hagen Boss, die ihrem Chef hinterher gereist war, um wichtige Papiere mit ihm durchzugehen. Hagen, ganz Kavalier alter Schule, lud sie direkt zum Mitessen ein.

Viola zierte sich auch nicht lange und griff erfreut zu Hagens Teller. Du wirst wirklich viel zu dick. Hagen blieb kaum Zeit, sich zu wundern, da hatte sie auch schon die Hälfte mit Genuss verspeist und er noch nicht einmal den Hauch einer Chance, etwas von der ausgetüftelten Kreation zu erwischen.

Dementsprechend bitter sah er drein. Viola, die nichts lieber tat, als einmal das Verhältnis umzukehren, wäre ihrem Boss am liebsten mit gezücktem und bestücktem Löffel zu Leibe gerückt, aber das hätte dann vielleicht doch zu intim ausgesehen.

So begnügte sie sich damit, noch einen Wein zu ordern, ihrem Chef zuzuprosten und dabei anzumerken: Die entwickelte auf einmal eine Zielstrebigkeit, die geradezu gruselige Züge annahm. Inzwischen wurden als Abschluss Brot und Käse mit einigem Obst serviert. Alle Beteiligten knabberten an den gebotenen Leckerbissen weniger hungrig als lustvoll herum, genossen den frisch geöffneten guten Wein und machten unter den Tischen die Beine lang.

Der Earl, der vergebens versuchte, mit Jo ein Gespräch anzuknüpfen - diese unterhielt sich augenscheinlich interessiert mit dem Herr Papa - wusste nicht so recht, wie er sich drehen oder wenden sollte. Unter dem Tischtuch führte der Doc eine, für die Anderen kaum merkliche, jedoch recht anregende Diskussion mit dem Earl, sozusagen von Bein zu Bein. Während er oberhalb der Gürtellinie verkündete, dass dieses ausgezeichnete Essen in Nichts einem guten Beischlaf nachstand. Dies drückte er selbstverständlich wesentlich vorsichtiger aus, durch die Blume, wenn man so will.

Die paar Jahre Unterschied machten doch soviel nicht aus. Sam war glücklich, dass sie Viola so einige Hintergrundinformationen, die finanziellen Verhältnisse des alten Herrn betreffend, aus der Nase ziehen konnte. Sie hatte das Gefühl, so langsam hinter die Entführungsaktion zu steigen.

Was sie zu hören bekam, stimmte sie allerdings wenig versöhnlich. Der Alte konnte sich auf was gefasst machen. Und ihre Liebespartnerin des Nachmittags spielte in diesen Plänen eine entscheidende Rolle. Sie musste nur noch diesen Schwachmaten Rob loswerden.

Wie hatte sie sich überhaupt auf den einlassen können? Er hatte ihr eine Stärke vorgegaukelt, die sie diesem Schürzenjäger wirklich nicht mehr abnehmen konnte. Schon wieder machte sich Robs Telefon bemerkbar. Er nahm es auf und lief puterrot an. Innerlich brüllend vor Lachen: Ganz zu schweigen von den anderen Schweinereien? Du kannst deinen schlabberigen Schwengel wohl aus keinem Loch raushalten was?

Auf der Suche nach einem Plätzchen, an dem er sich vor der Weiblichkeit in Sicherheit bringen wollte, schlich Rob Maes durch das Hauptgebäude. Immer darauf bedacht, seine Umgebung sorgfältig im Auge zu behalten.

Bis jetzt war er auf seinem Streifzug niemandem begegnet und unentdeckt geblieben. Doch mit zunehmender Dauer seiner Bemühungen wuchs die Gefahr eines unliebsamen Aufeinandertreffens. Vom anderen Ende des Ganges näherten sich Stimmen, die ihm bekannt vorkamen. Noch drangen sie aus dem Seitenkorridor. Hektik bemächtigte sich seiner, was eine durchaus begründete Unruhe auslöste.

Ihm stand momentan so gar nicht der Sinn nach einer Begegnung mit Rosa und Lea, denen er die Stimmen zutreffender Weise zuordnete.

Die schwere, von innen gepolsterte Tür führte in eine typisch englische Bibliothek. Aber das war ihm hier und jetzt absolut egal. Hauptsache, sie war schwer und verschlossen, bildete eine sichere Abschirmung vor den auf dem Gang lauernden Gefahren. Er atmete tief durch. Ein eindeutig weibliches Hallo und mit so viel erotischem Timbre, wie es ein zweisilbiges Wort nur enthalten konnte. Diese kindliche Scham wurde flugs durch freudige Erregung abgelöst, als er den unerwarteten Besuch erkannte.

Die Überraschung stand ihm ins Gesicht geschrieben. Ob es eine angenehme war, konnte er noch nicht sagen, hoffte es aber. Nadja schien ihm willkommene Abwechslung zu den stressigen Ereignissen der letzten Tage. Hat der Hausherr persönlich spendiert. Es entstand eine Pause voll absoluter Stille, verbunden mit fragendem Blick der Bankerin. Einerseits begriff sie nicht, um welche Art Folgen es sich handeln könnte, andererseits erkannte sie in ihrem Gegenüber wenig Neigung, sich diesbezüglich näher erklären zu wollen.

Demnach musste es um mehr gehen, als nur einen banalen Brummschädel. Nachhaken wollte sie aber nicht. Ihre Erfahrung besagte, dass Männer seines Schlages redseliger waren, als allgemein vermutet. Schon allein deswegen, um beim schönen Geschlecht Interesse an ihrer Person zu wecken. Männer konnten einfach nicht anders, als sich ornithologisch zu betätigen. Am Ende bestimmte aber doch stets Frau, wo es entlang ging. Und so war es auch dieses Mal.

Die offensichtlichen Reize, welche von Nadja ausgingen, zeigten hormonelle Wirkung. Ein fataler Fehler, den sie mit bühnenreif verständnisvoller Mimik und tröstender Gestik auf seinem Oberschenkel geschickt als solchen vor ihm verborgen zu halten wusste.

Frauen sind nun mal die besseren Schauspieler, wenn sie ein lohnendes Ziel vor Augen haben. Hier aber eher physiologisch und emotional interpretiert, als in Fragen imaginärer Raumzeitkrümmung. Da die Beiden jedoch physikalisch wenig bewandert waren, beschränkte sich das Paar auf die menschliche Gefühlswelt, ohne Gott zu bemühen oder ihn infrage zu stellen. Nadja schmunzelte und Rob öffnete sich das Herz in der Hose.

Die innige Berührung hatte es in sich, in Sekunden stand ihm alles Erdenkliche. Nackenhaare waren noch das Unverfänglichste unter diesen Dingen, wie Nadja mittels wie unbeabsichtigt wirkenden Abgleitens ihrer Hand vom Schenkel wohlwollend zur Kenntnis nahm.

Diese Entwicklung war so vorhersehbar wie in gleicher Weise nicht zu erahnen gewesen. Es grenzte an ein Wunder, dass beide noch in der Lage waren, Signale aus dem Jetzt aufzunehmen. Alarmglocken schrillten, zumindest bei Rob.

Panikartiger Blick bemächtigte sich seiner, wie ein gehetztes Tier sann er nach Flucht. Viel zu spät schien es für eine Rettung. Nadja ergriff seine Hand: Robs neue Eroberung, oder richtiger seine Eroberin, musste sich schon vor seinem Erscheinen mit den Örtlichkeiten vertraut gemacht haben. Fast blind zog sie Stephen W. Es sei denn, der Inhalt des Buches führte sie geradewegs ins Verborgene von Strings, schwarzen oder Wurmlöchern.

Nichts dergleichen geschah, als sich die Klinke der Bibliothekstür langsam senkte. Die Verwunderung, die ihn erfasste, war grenzenlos, wie das Universum selbst. Die Aktion legte einen Geheimgang hinter dem Kamin frei, in welchem sie flugs verschwanden. Eben noch rechtzeitig, um nicht entdeckt zu werden. Aber wovor hast du solche Angst?

Selbst die so selbstsichere Frau an seiner Seite begann, sich Sorgen zu machen. Beruhigend drängte sie sich von hinten an ihn, öffnete die Hemdknöpfe und schob ihm die Hand auf seine Sportlerbrust. So verharrten sie, um den Geschehnissen jenseits der Wand zu lauschen.

Zwei Köpfe schauten übereinander durch den Türspalt. Der Lesesaal war menschenleer. Da bin ich mir ganz sicher. Erst im letzten Moment bekam sie sie noch am Rockbund zu fassen.

Ein Sturz konnte dadurch zwar verhindert werden, aber der Stoff hielt dem Griff nicht stand. Kannst du etwas verstehen? Doch jetzt herrscht Totenstille. Das erkannte auch Nadja, die sich anschickte, diesen Umstand in besonderer Weise auszunutzen.

Hier konnte davon keine Rede sein. Was der einen das Hemd, war der anderen die Hose. Rob spürte, wie sich etwas hinein schob, das dafür sorgte, dass Anderes hinaus drängte. Ihr Ton klang extrem fordernd und doch fühlte er sich davon in besonderer Weise angesprochen. Er dachte noch darüber nach, wie das sein konnte, während ihm die Entscheidung längst abgenommen wurde.

Seine Besucherin hatte unmissverständliche Absichten, jedenfalls zog sie ihn mehr um die eigene Achse, als dass er sich freiwillig darum drehte. Es schmerzte ein wenig, wenn auch nicht viel. Unangenehm war es ihm freilich nicht.

Sieht doch gar nicht so schlecht aus. Mir gefällt es jedenfalls. Ihr gefiel es auch. Sie streckte ihre Backen weit heraus, um noch mehr Zuneigung zu erbitten. Es entwickelte sich ein fröhliches Geben und Nehmen. Das Spiel führte sie durch den ganzen Raum. Dann wurde sie von Lea an die Wand gedrängt, worauf beide letztlich hingearbeitet hatten.

Dieser Einladung konnte und wollte Lea nicht länger widerstehen. Sie war schneller unter dem Shirt tätig, als das Licht der Sonne auf der Erde. Ihre Finger spielten mit den längst erhärteten Nippeln, zogen und quetschten, drehten und drückten sie. Was tat er hier? Noch vor kurzem war sein ganzes Streben bestimmt von der Gier nach Reichtum und Macht, welcher er alles opferte. Selbst die Beziehung zu Samantha war diesem Ziel untergeordnet.

Er hatte nie wirklich etwas für die Tochter empfunden. Eigentlich war er froh, als sie ihm vorhin diese Szene machte, die endlich die Möglichkeit eröffnete, sich frei auf etwas völlig Neues einzulassen. Auf Lea und Rosa, die ihn zwar nicht freiwillig eroberten, aber auf eine Art forderten, die ihn faszinierte, der er sich so gern hingeben und nicht entziehen wollte.

Er war völlig durcheinander. Nadja war wirklich ein Teufelsweib, doch sie wirkte kühl und berechnend, eben wie eine Bankerfrau, hart und unerbittlich. Bei ihr war Widerstand zwecklos, schwang immer die Angst mit, sie könnte einen jederzeit vernichten, wenn man ihr nicht gehorchte. Sie hatte ihn buchstäblich fest im Griff, riss ihm die restlichen Hemdknöpfe auf und die Hose nach unten. Er wollte diese Frau nicht, aber sein Glied zeigte sich in ihrer Gewalt als expandierendes Universum, in dem die Dichte durch zu- und abnehmenden Druck schwankte.

In den dichteren Regionen verlangsamte sich die Expansionsbewegung und ging in Kontraktion über. Lea und Rosa standen Haut an Haut, rieben sich aneinander und küssten sich, als würde sogleich die Welt untergehen. Die Klimaanlage war nicht mehr fähig, die in der Luft liegende Hitze aus dem Lesesaal zu transportieren. Solcherlei Störungen des Ablaufs einzuplanen, sah keine technische Norm auch nur ansatzweise vor.

Zwar berücksichtigen die DIN-Vorschriften gelegentlich die Körperwärme von Menschen in der Wärmebedarfsberechnung, zum Beispiel bei Kaufhauskunden, was bei den alljährlichen Schlussverkaufskämpfen durchaus bedeutsam sein konnte, aber das hier ging weit darüber hinaus. Die Lüftung drohte zu versagen, die beiden Akteurinnen zu kollabieren. Rosa spürte, wie Lea sich längst auch in tieferen Regionen mit ihr beschäftigte und mit den Fingern den mehr als feuchten Hort überschüssiger Verdunstungswärme zwischen ihren Beinen massierte und wiederholt in sie eindrang.

Irgendwie gelang es Rob wieder, den einen oder anderen klaren Gedanken zu fassen. Nadja dachte jedoch nicht daran, ihn aus ihren Klauen zu entlassen.

Während sie mit der einen Hand weiterhin versuchte, Sterne vor Robs geistigem Auge zu produzieren, ja ganze Galaxien, tat sie es Lea auf der anderen Seite gleich, nur eben bei sich selbst. Wenn die beiden Paare nicht so intensiv nur mit sich selbst beschäftigt gewesen wären, hätten sie das Stöhnen und die verhalten einsetzenden, noch unterdrückten Schreie gegenseitig hören können. Alle Vier standen kurz vor der Eruption.

Boden und Wand wackelten merklich und das ganze Gebäude begann zu beben. Erschrocken griff Rob hinter sich, fand jedoch keinen Halt, da sich das Buch seinem Zugriff entzog und aus dem Regal zu kippen drohte. Die Wand gab nach und schien in seinem Rücken einzustürzen. War das noch mit dem sündigen Tun der Vier zu erklären? In den verklärten Blick Rosas mischte sich sorgenvolle Weite, was war das? Ein Erdbeben, versanken sie in der Hölle? Plötzlich klaffte neben ihr ein Loch, die Mauer gab nach und verschwand dahinter im Dunkel.

Sie schrie vor Lust und Entsetzen, da Lea nicht aufhörte, sie zum Höhepunkt zu treiben. Vor ihren Augen war auf einmal das Gesicht von Rob. Verlor sie den Verstand? Sie schrie und schrie, die Augenlider flimmerten auf und nieder. Dann erfasste Welle um Welle ihren Körper, bis sie beinahe in sich zusammen sackte. Lea starrte ihr ins Gesicht, eine Erklärung fordernd. Nadja zeigte keinerlei Gefühlsregung, nicht ein Muskel zuckte.

Nur Eiseskälte umfing Lea. Die Klimaanlage röchelte im Hintergrund hörbar, nahm ihre Tätigkeit wieder auf. Sehnsüchtig, fast flehentlich, starrte Rob die unerwartete Retterin an. Robs noch immer steifer Schwanz wanderte erst in ihre Hand, dann zwischen die Beine, wo sie sehnsüchtig auf das Teil wartete. Das Abendessen nahm für alle Beteiligten einen eher unerwarteten Ausgang. Radka und Arvid waren nicht unbedingt wild auf die Einladung, konnten sie aber auch schlecht ausschlagen, da sie beide wichtige Personen für das Möslinger Vereinsleben waren.

Immerhin unterhielten sie sich angeregt miteinander, bis zum Hauptgang. Dann klingelte das Handy des Managers und der Ärger nahm seinen Lauf. Erst versuchte Arvid noch, der das nicht so richtig mitbekam, Radka wieder ins Gespräch zu ziehen. Radka bedauerte, dass sie sich keine Notizen machen konnte, und dachte einmal mehr, wie schön es doch wäre, hätte die Natur im Menschen ein Richtmikrofon vorgesehen.

Als dann auch noch Viola lautstark hereinpolterte, war es mit ihrem Interesse am Essen völlig vorbei. Eigentlich hätte man sehen müssen, wie ihr Ohr förmlich um Rob herum in Richtung Viola und Sam wuchs, die sich offenbar über die Finanzen des Herrn Papa unterhielten und über die Gründe der Entführung spekulierten, von denen so gut wie nichts bekannt war.

Den Manager, so nahm sich Radka vor, würde sie mit einer erfundenen, aber durchaus realistischen Bemerkung aus Sams Mund garnieren. Er möge sich vor zweifelhaften Löchern in Acht nehmen, es könnten gespannte Mäusefallen drin sein. Allein diese Bemerkung brachte sie zum Kichern.

Ach, wenn der Lesestoff doch immer einfach so durch die Tür spaziert käme. Nicht einmal Arvid konnte sie aufhalten. Seine Versuche, mit ihr den Abend zu verbringen, waren nicht von Erfolg gekrönt. Noch verstanden sie sich blendend, aber ihre Beziehung würde auf eine harte Probe gestellt werden. Radka, die jeden Tag ihr Sportcampbuch mit den Ereignissen der letzten 24 Stunden füllte, hatte einen höchst aufschlussreichen Bericht für den wöchentlichen Erscheinungstermin im Möslinger Boten verfasst.

Der Erfolg war durchschlagend. Schon einen Tag später konnte sich die junge Reporterin über Anfragen von Seiten der ernsthaften, wie der Sportpresse freuen. Der Artikel sorgte für reichlich Aufruhr im Trainingscamp, es brodelte unter der Oberfläche. Hagen Boss war stinkwütend, weil er gleich mehrere Probleme an der Backe hatte. So glücklich war er mit der Verbindung sowieso nicht gewesen. Lassen sie uns gleich auf den Punkt kommen. Wie ich hörte, besteht seitens einiger Spielerinnen in ihrem Verein Wechselabsicht?

Wie lautet ihre Stellungnahme? Am liebsten hätte er in den Hörer gebrüllt: Offenbar versuchte irgendwer, ihm in den Bestand seiner Mannschaft reinzupfuschen, wenn er der telefonischen Anfrage glauben schenken durfte. Er hatte auch so schon genug um die Ohren.. Nach dem Gespräch aktivierte der Präsident seine Kontakte bei den regionalen und überregionalen Medien und versuchte, ohne zuviel zu verraten, herauszufinden, wer hinter dem Abwerbeversuch Paulas steckte.

Aber alle verhielten sich merkwürdig bedeckt. Als nächstes empfing er Rob, den er einbestellt hatte. Aber stell es nicht gleich am nächsten Morgen in die Presse. Und wenn du das mit Sam nicht wieder gerade gebogen kriegst, wirst du mich kennenlernen.

Geht es dir nicht viel mehr um Geld und Status, die du durch sie gewinnst? Ich kann doch nichts dafür, dass mir die Weiber unentwegt nachlaufen. Sieh zu, dass du die Sache mit meiner Tochter bereinigst. Erkläre es ihr, nicht mir. Aber so, dass Sam davon nichts mitbekommt. Stelle sie von mir aus als PR-Agentin oder sonst was ein, damit dürfte ihr das Maul gestopft sein.

Die hat einfach zuviel mitbekommen.. Horch sie aus, ob sie unter den Weibern irgendwas gehört hat. Ich wurde vorhin wegen eines angeblichen Transfers dieser Paula angerufen. Unruhe innerhalb der Mannschaft können wir zurzeit so gut gebrauchen, wie einen Pickel am Arsch. Aber sei um Himmels willen diskret. Das wird nicht funktionieren. Zu irgendwas muss der doch gut sein.

Rob konnte diese Art von dem Alten nicht leiden. Erst Druck machen und dann auf gut Wetter markieren. Er empfand den Dicken als geradezu ekelig, wie er sich in Positur warf und dabei mit einem schmuddeligen Taschentuch sein verschwitztes Gesicht abtupfte.

Schweren Herzens machte sich Rob auf zu seinem Treffen mit Samantha. Für beide sicheres und gleichzeitig fremdes Terrain. Rob konnte nur hoffen, Sam begreiflich zu machen, was es für ihn bedeutete, wenn er von ihr nach diesem Skandal verlassen würde.

Das wusste Sam natürlich nur zu gut. In der Position der vermeintlich Stärkeren und moralisch zutiefst gekränkten Unschuld empfing sie ihn recht frostig.

Allein der Gedanke, dass Rob, dieser Schaumschläger, sich händeringend um etwas bemühte, das sowieso längst verloren war, amüsierte sie königlich. Rob schon, aber aus anderen Gründen. Warum reagierte sie jetzt so locker und gelassen? Er griff über den Tisch, versuchte Sams Hand zu fassen, aber sie entzog sich ihm. Das ist mir inzwischen klar geworden.

Was hatte sich so plötzlich geändert? Wie war sie so plötzlich zu dieser Erkenntnis gelangt? Du bist doch sonst nicht so… so harsch.

Hat das was mit der Entführung zu tun? Hast du dich deshalb so verändert? Hast du einen neuen Kerl. Das bist doch nicht du. Ein guter Kumpel, wenn man nicht allein aufwachen wollte. Er musste sie nur irgendwie rumkriegen. Noch brauchte er die Reputation und das Geld ihres Vaters. So einfach, wie sie gedacht hatte, war es wohl doch nicht.

Nimm es einfach hin. Das hatte sie jetzt eigentlich gar nicht verraten wollen. Aber Rob war für sie immer noch einer der vertrautesten Menschen. Auch wenn sie ihm, was die Weiblichkeit anging, nicht über den Weg traute. Irgendwie war ihre Beziehung immer sehr bequem gewesen. Man verstand sich gut. Wahrscheinlich war sie deshalb auch immer noch mit ihm zusammen.

Der Mann, über den sie gerade so intensiv nachdachte, kam zu ganz anderen Schlussfolgerungen. Wenn er es richtig anstellte, dann könnten sie so weitermachen wie bisher und er brauchte auf Sam keine Rücksicht mehr nehmen. Er selbst aber könnte frei handeln, ohne sich bei den anderen Weibern festlegen zu müssen.

Immerhin war er ja offiziell verlobt. Das versprach paradiesische Zeiten. Radka würde er unter Intermezzo verbuchen. An der fand er nach näherem Kennenlernen sowieso nichts Bemerkenswertes. Er legte Sam seinen Plan auseinander, dabei betonend, dass sie dann in keinerlei Erklärungsnöte gegenüber ihrem Herr Papa käme. Was sie nach einigem Überlegen auch gar nicht so schlecht fand.

Die beiden einigten sich, baldmöglichst die Beziehung offiziell wieder aufleben zu lassen und das am besten, indem sie Radka informierten. Im Nachhinein konnte Rob sein Glück kaum fassen.

Rosa war ihm über den Weg gelaufen. Sag mal, was ist eigentlich mit Radka los? Nicht, dass ich wüsste. Das Buch ist prall gefüllt mit praktischen Rat-Schlägen für das Verhalten beim ersten Treffen auf neutralem Boden, beim ersten gemeinsamen Partybesuch oder der ersten Session.

So viel kann man falsch machen und vieles ist so leicht, wenn man n erst einmal denkt und dann handelt. Doch das eigentliche Augenmerk der Autorin liegt auf dem Devot-Sein an sich und auf der realistischen Einschätzung des Lesers von sich selbst und seiner potentiellen Herrin.

Der Sklave in spe muss sich für die erfolgreiche Suche darüber im Klaren sein, wie weit die eigene Devotheit geht oder ob er eher das Spiel mit dem Widerstand liebt. Ein Bild, das Lilith behutsam aber bestimmt gerade rückt. Auch durch zu viele Wünsche des Sklaven, durch Hunger und sexuelle Gier kann das frische Pflänzchen Spiel- Beziehung zugrunde gehen, noch ehe es richtig gewachsen ist.

Es geht in diesem Buch um den männlichen Sklaven, um den devoten Mann. Die weibliche Sklavin kann mit diesem Buch natürlich genauso viel anfangen und für sich herauslesen. Auch wenn Sklavinnen zum Teil andere Fehler machen als Sklaven, ist beiden doch vieles gemeinsam.

Geli und Michel Von derselben Autorin neu: Hier fusionieren guter Schreibstil, Erfahrung, Kompetenz und kritisch analysierender Blick auf die Beziehungskonstellation Herrin — Sklave. Über die Unterstützung bei der Entwicklung eines Sub-Selbstverständnisses, der durch den Einblick in die Sichtweisen des dominierenden Teils gestützt wird, hinaus, leistet der Text mentale Aufbauarbeit für den Sub.

Das ist deshalb von unschätzbarem Wert, da die Frustration ob der Misserfolge bei der Suche nach einer Herrin beim Sub nicht selten in Aufgabe und damit in Verdrängung bzw. Unterdrückung sexueller Bedürfnisse endet. Lilith of Dandelion kommt nicht mit der Rute und trotzdem schlägt sie treffsicher zu.